Kreis Südwestpfalz Nach Hornbach ist Bechhofen an der Reihe

Die Hornbacher Schulturnhalle ist saniert, nun ist Bechhofen an der Reihe: Seit Beginn der Schulferien wird dort gearbeitet, teilte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker gestern auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. 1,2 Millionen Euro kostet die Sanierung samt Umbau. Nächstes Jahr soll sie fertig sein.
Nach derzeitigem Stand werde die veranschlagte Bauzeit von einem Jahr eingehalten: „Mir ist nichts bekannt zu terminlichen Abweichungen“, sagte Gundacker. Über die genauen Abläufe und Baupläne könne er allerdings nichts sagen. Zudem haben die Arbeiten erst begonnen. Geplant sind zwei Umkleiden mit einem separaten Lehrerbereich sowie ein behindertengerechter Eingang. Die bisherigen großen Waschräume, wie sie in den 70er Jahren gebaut wurden, sollen wegfallen. Stattdessen ist Platz für einen zusätzlichen Lagerraum für den Hausmeister. Vom Land bekommt die Verbandsgemeinde einen Zuschuss von 365 000 Euro. In der Verbandsgemeinde gibt es vier weitere Grundschulen: Hornbach, Wiesbach, Dellfeld und Contwig mit Stambach. Teilweise werde dort im Moment auch gebaut, so Gundacker. An der Schwerpunktschule Contwig werde der WC-Trakt saniert. Am Standort Stambach baue man einen Lift ein, und die Zugänge werden barrierefrei gemacht. Außerdem gebe es auch hier an den Sanitäranlagen ungefähr dieselben Baumaßnahmen wie in Contwig. Diese Arbeiten sollen zeitlich auch im geplanten Rahmen bleiben und bis nach den Sommerferien fertig sein. Nur in Contwig, so Gundacker, könne es etwas länger dauern. Die Kosten sollen bleiben wie veranschlagt. In Contwig und Stambach investiere man rund 500 000 Euro. Die Arbeiten vergab der Verbandsgemeinderat Anfang Juni. Dabei stellte sich heraus, dass der Umbau der Grundschule Contwig zur Schwerpunktschule wird 46 000 Euro teurer wird als geplant (wir berichteten am 3. Juni). Architekt Peter Bohrer hatte das mit der kurzfristigen Ausschreibung, der guten Konjunkturlage und der Bauzeit in den Sommerferien begründet. „Man merkt, dass die Firmen ihre Auftragsbücher zuhaben“, hatte er in der Sitzung erklärt. Die gute Konjunktur schlage sich auch in den Materialpreisen nieder: „Aluminium kostet 70 Prozent mehr als im November ’16“, habe er in einer anderen Ausschreibung festgestellt. Die Preiserhöhung beim Material spiele eine größere Rolle als die Lohnkosten. Zudem bemerke man die Bauzeit in den sechswöchigen Sommerferien. Dadurch wird der Schulbetrieb möglichst wenig gestört, aber viele Firmen wollten mittlerweile just in dieser Zeit keine Aufträge mehr annehmen, weil ihre Mitarbeiter eben da auch Urlaub machen möchten. So sei es sogar schwierig gewesen, überhaupt Firmen zu finden, die sich an der Ausschreibung beteiligen. Deshalb setzten manche Firmen die Preise auch höher an und hofften, dass sie der einzige Bieter sind und somit den Zuschlag bekommen. Ähnliche Erfahrungen musste Mitte Juli die Gemeinde Reifenberg machen, die eine Brücke über einen kleinen Bach erneuert (wir berichteten am 20. Juli): Die war mit 67 000 Euro veranschlagt, wird nun aber 90 000 Euro kosten. Auch dort hatte der Planer die gute Auftragslage und die gestiegenen Materialkosten als Grund genannt.