Contwig
Nach fast 40 Jahren übergibt Heidrun Hiller die Leitung der Bücherei an Andrea Wernicke
Am 1. September übergab die bisherige Leiterin der Gemeindebücherei Contwig, Heidrun Hiller, ihr freiwilliges Amt an Kollegin Andrea Wernicke. Diese habe bereits länger ehrenamtlich in der Bücherei mitgeholfen und sich nun bereit erklärt, Hillers Nachfolge anzutreten. „Das lief aber nicht nach dem Motto ,Hier bin ich!’“, erzählt Wernicke, wie es dazu kam. Sie habe zum einen genug Zeit, sich auch um die Contwiger Bücherei zu kümmern, zum anderen bringe sie die Erfahrung mit.
Dennoch habe sie keinesfalls vor, der Bücherei als neue Leiterin nun ihren Stempel aufzudrücken und alles zu ändern: „Wir wollten keinen großen Bruch“, betont Wernicke, die im Gegenteil viele Dinge so beibehalten wolle, wie sie sind. Dabei sei ihr besonders an den persönlichen Gesprächen gelegen. „Viele Leute kommen auch einfach vorbei, um ein Schwätzchen zu halten“, erzählt sie, weshalb es auch von Vorteil sei, dass sie die Kundschaft bereits kenne.
Heidrun Hiller hilft dienstags und mittwochs weiter bei der Ausleihe mit. Dass sie die Leitung abgegeben hat, begründet sie unter anderem mit ihrem fortgeschrittenen Alter. „Immerhin bin ich schon fast 73“, sagt Hiller, die die Bücherei seit 1983 leitete. Nun sei ihr dies aber zu aufwendig, da sie mehr Zeit für familiäre Dinge benötige.
Auf ihre Zeit als Büchereileiterin schaut Hiller auch mit gemischten Gefühlen zurück. Sie habe viele schöne Veranstaltungen miterlebt und freue sich nach wie vor besonders über den Besuch von Kindern und Jugendlichen. „Leseförderung war mir immer ein Anliegen“, sagt Hiller, und sie freut sich, dass der alljährliche Lesesommer trotz des Umzugs auch in diesem Jahr erfolgreich stattfinden konnte. In Erinnerung bleibt ihr aber auch der eher knappe Etat, der immer zu gering gewesen sei, um so viele neue Bücher anzuschaffen und Veranstaltungen abzuhalten, wie sie es gerne getan hätte.
Im Juli ist die Bücherei vom Rathaus ins evangelische Gemeindehaus umgezogen, weil das Rathaus für den neuen Kindergarten gebraucht wird. Der wird in der Maßweilerstraße gebaut und sollte bereits fertig sein, aber wegen eines Wasserschadens kam es zum Baustopp.