Waldfischbach-Burgalben Nach Brand: Eine Familie steht vor den Trümmern ihrer Existenz

Im zweiten Stock des Hauses in der Lindenstraße (Gebäude rechts) brach am frühen Sonntagabend ein Brand aus. Die Bewohner und ei
Im zweiten Stock des Hauses in der Lindenstraße (Gebäude rechts) brach am frühen Sonntagabend ein Brand aus. Die Bewohner und einige Tiere hatten das Haus rechtzeitig verlassen können, die Feuerwehr brachte die im Haus verbliebenen Tiere in Sicherheit. Das Haus ist unbewohnbar.

In der Lindenstraße von Waldfischbach-Burgalben brennt ein Haus, die Feuerwehr rückt mit 45 Kräften an. Eine Familie verliert fast alles. Jetzt läuft eine Spendenaktion.

Statt Handball-EM-Finale hieß es am Sonntag kurz vor 18 Uhr Einsatz für 45 Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben. In einem Haus in der Lindenstraße war ein Gebäudebrand ausgebrochen. Die Bewohner und ihre Haustiere blieben körperlich unversehrt, erlitten jedoch voraussichtlich einen Totalverlust. Eine Spendenaktion wurde gestartet.

Das Feuer brach in einem Schlafraum im Obergeschoss aus. Von der Straßenseite sind die Brandfolgen und der betroffene Bereich erkennbar. Als mögliche Ursache gilt ein gasbetriebener Ofen im Zimmer, die Ermittlungen dazu laufen. „Wir waren mit 45 Feuerwehrleuten und elf Fahrzeugen aus allen Löscheinheiten im Einsatz“, sagt Harald Bohl, Wehrleiter der Verbandsgemeinde. Auch Polizei, Rettungsdienst und Pfalzgas waren vor Ort. Die Lindenstraße, eine innerörtliche Umgehungsstraße, wurde für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt.

Die Polizei schätzt den Schaden auf bis zu 100.000 Euro. Auch die Feuerwehr geht von mindestens 50.000 bis zu 100.000 Euro aus. „Im oberen Stockwerk war alles komplett verraucht“, berichtet Bohl. Löschwasser könnte in das darunterliegende Stockwerk gelaufen sein. Den Brand in dem dicht bebauten Bereich brachten die Einsatzkräfte unter Kontrolle; für die Nachbarschaft bestand keine Gefahr.

Neben der dreiköpfigen Familie lebten in dem Haus drei Hunde und vier Katzen. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Bewohner und einige Tiere das Gebäude bereits verlassen. Die übrigen Tiere wurden von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht.

Katze wird noch vermisst

In dem Haus wohnte die Familie von Michelle Hohnholz zur Miete: ihre Mutter, ihr Stiefvater und ihre jüngere Stiefschwester. „Sie haben jetzt wohl alles verloren. Der Schock sitzt tief“, sagt Hohnholz. Die Familie und die Haustiere sind vorerst notfallmäßig bei ihr untergekommen, eine vor dem Feuer geflüchtete Katze wurde zwischenzeitlich vermisst.

Gesucht wird kurzfristig eine Wohnung, in der Haustiere erlaubt sind – idealerweise in Waldfischbach-Burgalben oder Umgebung, damit die jüngere Schwester die Schule weiter besuchen kann. Auf Dauer sei es bei Hohnholz und ihrer wachsenden Familie zu eng.

Am Sonntagabend habe ihre Mutter angerufen und mitgeteilt, dass es brennt; in das Haus durfte niemand mehr hinein. Es ist aktuell unbewohnbar. „Schnell war klar, dass viele Erinnerungsstücke verloren sind und selbst das Nötigste für den Alltag fehlt“, sagt Hohnholz. Sie startete über die Internet-Spendenplattform Gofundme einen Aufruf, um Geld für Unterwäsche, Dinge des täglichen Bedarfs und Schulmaterial zu sammeln. Das Spendenziel liegt bei 4000 Euro; am Dienstagnachmittag waren bereits über 2600 Euro zusammengekommen.

„Wir sind dankbar für jeden Euro, jeden Cent und das Mitgefühl“, sagt Hohnholz. Sie hofft, dass der Schock überwunden wird und sich für die Familie und die Haustiere ein neues Zuhause findet.

Info

Wer die Familie unterstützen will, kann dies über die Spendenplattform www.gofundme.com tun.

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