Winterbach / Schmitshausen
Mit Schirm, Charme und Krone
Trotzdem hatten sich über 30 Interessenten an der Winterbacher Pfarrkirche St. Matthäus getroffen, wo sie zunächst das schmucke kleine Gotteshaus in Augenschein nahmen, das 1998/99 umfangreich renoviert wurde. Auffallend an dieser alten Kirche ist der wuchtige mittelalterliche Turm aus dem 12. Jahrhundert mit seinen meterdicken Mauern. Das heutige Kirchenschiff selbst ist wesentlich jünger und wurde 1723 eingeweiht.
Die Geschichte des Rosendorfs
Bei ihrer Ankunft im Europadorf Schmitshausen wurde die Wandergruppe von Ehrenbürger Hans Erich Henkes am Oskar-Scheerer-Platz begrüßt. Selbst einer der Pioniere des ersten Rosendorfes in Deutschland, beschrieb er den Weg, den die Gemeinde bis dahin gehen musste. Alles begann mit dem Erringen einer Goldmedaille 1967 im damaligen Dorfwettbewerb auf Bundesebene und verhalf dem kleinen Dorf auf der Sickingerhöhe zu landesweiter Bekanntheit. Nicht unerwähnt ließ Henkes auch die Verleihung der Ehrenfahne des Europarates für die beispielhafte Entwicklung und Gestaltung der europäischen Partnerschaft im Zeichen der Rose. Diese war 1971 unter Beteiligung des Saarländischen Rundfunks mit Gemeinden in Italien, Frankreich und Luxemburg geschlossen worden und kann – wenn es die Pandemie erlaubt – im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern.
Das Rosengärtchen und die Gräfin
Ein Schmuckstück der Gemeinde ist das 1998 angelegte Rosengärtchen, in dem im Frühjahr und Sommer über 800 Rosenstöcke erblühen. Die Gestaltung erfolgte damals nach Plänen des Gartenbaudirektors der Blumeninsel Mainau. Von dort kam 2003 auch Gräfin Sonja Bernadotte und zeigte sich bei ihrem Besuch von den Anlagen in Schmitshausen begeistert.
Beim Abschluss dieser Exkursion im Gasthaus „Roseneck“ zeigte sich nicht nur Marktgräfin Jasmin erfreut über das zahlreiche Interesse, sondern auch Bürgermeister Thomas Peifer, dem nach eigenen Worten die Werbung für den Tourismus in der Verbandsgemeinde persönlich am Herzen liegt. Marktgräfin Jasmin Klein, die 15. Repräsentantin des Pfälzer Mühlenlandes, bedauert allerdings auch, dass die Coronakrise viele Möglichkeiten zur Ausübung ihres Amtes zunichte gemacht hat.
Neben dem Umwelttag in Thaleischweiler-Fröschen und einem Besuch bei Tierart in Maßweiler gefielen ihr besonders die Video-Aufnahmen von den schönsten Plätzen der Region. Unter dem Titel „Traumhaftes Pfälzer Mühlenland“ sind diese auf Instagram oder beim YouTube-Kanal SCHORNI.TV zu sehen.