Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Muskelkraft und Motor: Schüler entwickeln Elektro-Zweiräder

Stolz zeigen sie das Ergebnis ihrer Arbeit: Die Schüler Jan Fuchs (links) und Simon Wycisk mit AG-Leiter Manfred Panter.
Stolz zeigen sie das Ergebnis ihrer Arbeit: Die Schüler Jan Fuchs (links) und Simon Wycisk mit AG-Leiter Manfred Panter.

Die Mint-AG der Contwiger Gesamtschule (IGS) hat unter der Leitung von Manfred Panter ein Laufrad und einen Laufroller entwickelt und hergestellt. Der Roller wurde der Schule übergeben, für das Laufrad bemüht sich Panter um eine Straßenzulassung.

Fast drei Jahre lang haben die Schüler der Mint-AG an der IGS Contwig gemeinsam mit dem mittlerweile pensionierten Maschinenbau-Ingenieur Manfred Panter an einem Laufrad und einem Laufroller gearbeitet. Das Kürzel Mint steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Unter der Leitung von Panter haben seit April 2019 insgesamt 35 Schüler verschiedener Jahrgänge an dem Projekt mitgewirkt. „Es ist sehr spannend für die Schüler, ein Produkt selbst herzustellen. Das ist das Reizvolle an der Sache“, schwärmt Schulleiter Thomas Höchst. Auch AG-Leiter Panter ist sichtlich zufrieden mit dem Projekt: „Das war eine sehr interessante Zeit mit den Schülern.“

Das Laufrad und der Laufroller entwickelten die Schüler und Manfred Panter mit Aluminiumprofilen der Schönenberg-Kübelberger Firma Minitec. „So kann man alles selbst zusammen bauen und wieder demontieren, ohne etwas schweißen zu müssen“, erklärt der AG-Leiter, dem eines besonders wichtig ist: „Wir machen hier keinen unnötigen Schnickschnack, alles soll funktionieren!“ Das Rad und der Roller sind beide als Bio-Hybrid vorgesehen. Das bedeutet, dass neben der eigenen Muskelkraft noch ein Elektro-Antrieb mithilft. Natürlich gab es einige Probefahrten auf dem Schulhof der IGS. „Als wir das erste Mal damit rumfahren konnten, das war der beste Moment“, erinnert sich IGS-Schüler Simon Wycisk. Wenn sie richtig gefahren werden, seien das Laufrad und der -roller sicherer als ein Segway oder moderne Elektro-Roller, versichert Panter. Obendrein seien sie ausgesprochen umweltfreundlich. „Gerade dieser Aspekt ist sehr, sehr wichtig“, so der Maschinenbau-Ingenieur.

Patent für ein Laufrad

Der Laufroller, der am Donnerstag, 17. Februar, der Schule übergeben wurde, schafft es auf maximal sieben Stundenkilometer und benötigt dadurch keine Zulassung. Beim Laufrad sieht es anders aus. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde ist eine Zulassung notwendig. „Unser Ziel ist es, das Laufrad straßenbereit zu machen“, kündigt der Elftklässer Jan Fuchs an. Um diesem Ziel näher zu kommen, ließ Panter sein „Muskelkraftbetriebenes Laufrad mit elektrischem Hilfsantrieb“ im vergangenen Herbst beim Deutschen Patent- und Meldeamt in München eintragen. „Nun liegt es an den Behörden und den Ländern. Ich hoffe sehr auf die Zulassung, das ist auch der Wunsch der Schüler“, betont Panter.

Info

Manfred Panter und die MINT-AG der IGS Contwig freuen sich über Tipps und Hinsweise bei der Zulassung des neu entwickelten Laufrads. Panter ist unter Telefon 06332 50939 oder per E-Mail an manfredwpanter@gmail.com erreichbar.

Der Laufroller wurde von Manfred Panter mit Schülern der MINT-AG entwickelt und bleibt im Besitz der Schule.
Der Laufroller wurde von Manfred Panter mit Schülern der MINT-AG entwickelt und bleibt im Besitz der Schule.
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