Kreis Südwestpfalz Mehr Platz in der „guten Stube“

91-96749630.jpg

Käshofens „gute Stube“, so Bürgermeister Klaus Martin Weber, ist größer geworden. Nicht ohne Stolz erläutert Weber im RHEINPFALZ-Gespräch das etwa 50 000 Euro teure Projekt. Ein zirka 30 Quadratmeter großer Anbau ist jetzt fertig. Freiwillige Helfer hätten insgesamt 400 Arbeitsstunden geleistet, berichtet Weber, und auch Spender hätten das Vorhaben unterstützt.

Der Anbau diene hauptsächlich als Lagerraum für Möbel und Gerätschaften. „Unsere gute Stube sieht jetzt aufgeräumter aus“, berichtet der Bürgermeister. Das Dorfgemeinschaftshaus wird von mehreren Vereinen genutzt, unter anderem vom Tischtennisclub (TTC). Das Haus wurde laut Ortschronik 1977 eingeweiht − in dem Jahr, in dem Käshofen auch sein 800-jähriges Bestehen feierte. Ursprünglich war geplant gewesen, das frühere Schulhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Gemeinschaftshaus umzubauen. Schließlich entschieden sich die Käshofer jedoch für einen Neubau und verkauften das Schulhaus. Die Idee für den nun erfolgten Anbau hatte bereits vor vier Jahren Webers Amtsvorgänger Karl Hoffmann. Auch das komplette Außengelände am Dorfgemeinschaftshaus soll noch in diesem Frühjahr verschönert und neu gestaltet werden. Bisher unbefestigtes Gelände wird gepflastert. Zuvor werden noch Versorgungsleitungen (Wasser und Strom) verlegt. Damit seien auch lästige Stolperfallen bald Vergangenheit. Klaus Martin Weber hofft, dass diese Arbeiten bis zum Käshofer Dorffest am 15. und 16. Juli erledigt sind. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ weist Weber außerdem auf mehrere Termine im und am Dorfgemeinschaftshaus hin. Am Wochenende ist Feuerwehrfest (siehe Artikel „Neues Feuerwehrauto wird am Samstag gesegnet“), und am letzten Oktoberwochenende wird die Kerwe gefeiert. Am Montag, 1. Mai, ab 10 Uhr öffnet der Obst- und Gartenbauverein das alte Käshofer Wasserhaus im Lambsbachtal. Am Dienstag, 9. Mai, kommt die Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ nach Käshofen und schaut sich dort um. Ab 9 Uhr gibt es dabei eine Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus. „Danach gehen wir durch unsere lebens- und liebenswerte Gemeinde. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen“, kündigt der Bürgermeister an. Keine guten Nachrichten hat Weber jedoch beim Mehrgenerationenplatz. Unbekannte − Weber vermutet Jugendliche − hätten dort eine in Trockenbauweise errichtete Mauer beschädigt und Steine und Unrat in die Brunnenanlage geworfen. Das Wasser am Spielplatz könne erst wieder angestellt werden, nachdem die Anlage gereinigt ist. Der oder die Täter konnten laut Bürgermeister noch nicht ermittelt werden.

x