Kreis Südwestpfalz Marder im Motorraum

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DELLFELD. Es kommt immer wieder vor, dass Marder Schläuche im Motorraum von Autos zerbeißen. Besonders zum Frühlingsanfang häufen sich die Fälle. Zu dieser Zeit verteidigen die Marder ihr Revier besonders stark. Peter Reißland aus Dellfeld, der Obermeister der Kfz-Innung Westpfalz und Inhaber eines Autohauses, gibt den Tipp, die Marder mit dem Geruch von Hundehaaren abzuschrecken.

Motorräume von Autos sind für die Tiere perfekte Verstecke, die sie nicht teilen wollen. Um andere Marder fernzuhalten, markieren sie das Fahrzeug mit ihrem Duft und machen es so zu ihrem Territorium. Wenn man sein Auto dann im Revier eines anderen Marders parkt, riecht dieser den Feind und fängt an, Dinge zu zerbeißen. Besonders betroffen von den Marderattacken sind immer noch ländliche Gebiete mit Wald oder Feldern in der Nähe. Dort haben die Marder einen besseren Rückzugsort als in der Stadt, wo sie aber auch zubeißen können. Peter Reißland erklärt, dass besonders Gummischläuche, Zündkabel und andere Leitungen aus Gummi beliebte Ziele für die Attacken der Marder sind. Diese Schäden reparieren zu lassen sei aber nicht sehr teuer. Reißland spricht von 50 und 100 Euro. Dennoch sollte man die Situation nicht verharmlosen: Wird ein kaputtes Zündkabel nicht repariert, könnte der Katalysator kaputtgehen, und dann wird es doch teuer. Ob die Versicherung den Schaden zahlt, hängt ganz von dem Vertrag ab, den man hat. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Marder fernzuhalten, aber jede hat ihre Nachteile. Man kann Tierhaare, etwa von Hunden, in den Motorraum legen, um mit diesem Geruch die Marder zu vertreiben. Doch diese Schutzmethode hält nicht sehr lange an. Eine zweite Möglichkeit ist, das Auto unten komplett zu verschließen, doch das ist schwierig für die Mechaniker, sagt Reißland. Der beste Schutz sei ein spezieller Marderwarner. Dieser sende einen ganz hohen Ton aus, der die Marder abschreckt. Es gibt aber auch Experten, die diese Methode kritisieren, da die Marder sich erstens an das Geräusch gewöhnen und zweitens Gehörschäden davontragen können. (eina)

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