Kreis Südwestpfalz Möbel für die neue Kindergartengruppe

Placeholder-Image

Die zusätzliche Kindergartengruppe, die bis September übergangsweise im evangelischen Gemeindesaal in Contwig eingerichtet werden soll, nimmt immer mehr Gestalt an. Der Gemeinderat beschloss am Donnerstag einstimmig den Kauf der dafür nötigen Möbel. Außerdem will die Gemeinde in der Blumenstraße Parkplätze anlegen und diese an die Anwohner verpachten.

Wie mehrfach berichtet, werden in Contwig in den kommenden Jahren geschätzte 60 Kindergartenplätze fehlen. Deshalb hat der Gemeinderat im April den Bau eines neuen Kindergartens an der Pestalozzischule beschlossen, in dem bis zu 60 Kinder in drei Gruppen Platz finden. Bis dahin schaffen die beiden Kirchen und die Gemeinde übergangsweise weitere Plätze: je fünf im katholischen Kindergarten und fünf im Gemeindekindergarten in Stambach. Die evangelische Kirche will zudem eine zusätzliche Gruppe im Gemeindesaal unterbringen. Bisher war die Rede von 15 Plätzen. Wie Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU) dem Rat am Donnerstag mitteilte, könnten dort sogar bis zu 22 Kinder unterkommen. In Stambach und im katholischen Kindergarten seien lediglich mehr Stühle und Tische notwendig, die Gruppe im Gemeindesaal brauche hingegen die komplette Ausstattung. Rund 15 000 Euro werden Tische, Stühle und Geschirr kosten, für die der Rat grünes Licht gab. In der Blumenstraße will die Gemeinde nach einstimmigen Ratsbeschluss etwa drei bis vier Parkplätze anlegen. Laut Bärmann wurde eine Fläche der Gemeinde nach einem heftigen Regen stark ausgespült. „Da dachte ich mir, es spricht doch nichts dagegen, die Fläche zu pflastern und die Parkplätze zu verpachten“, sagte Bärmann. Das entschärfe die Parksituation in der Straße, „und wir müssen dort nicht nach jedem Gewitter kehren“, so der Bürgermeister. Zumal es immer wieder Anfragen der Anwohner nach Parkplätzen gebe. Auf Empfehlung des Bauausschusses beschloss der Rat den Bau der Parkplätze und legte die Pacht auf 120 Euro im Jahr fest. Da die Firma Wolf und Sofsky aus Zweibrücken gerade dabei ist, den Dellenweg auszubauen, soll das Unternehmen auf der Grundlage des Angebotspreises für den Dellenweg auch die Parkplätze anlegen. Somit müssen die Arbeiten nicht ausgeschrieben werden. Wer Interesse an einem Stellplatz hat, könne sich bei der Gemeinde bewerben. Von Seiten der Gemeinde kann der Landkreis den Contwiger Wertstoffhof nun ausbauen. Der Rat stimmte einstimmig zu. Dass dieses Jahr noch mit den Arbeiten angefangen wird, ist aber unwahrscheinlich (wir berichteten am Donnerstag). Wie Kreissprecherin Ulla Eder diese Woche mitteilte, ist noch eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde notwendig, danach kann der Kreis mit dem Ausschreiben der Arbeiten anfangen. Bis es losgeht, werde es wohl 2018. Notwendig ist der Ausbau, weil auf dem Wertstoffhof seit 2015 auch Sperrmüll abgegeben werden kann und deshalb der Platz nicht mehr reicht. Nach dem Ausbau wird das Gelände mit rund 4100 Quadratmetern ungefähr so groß sein wie ein halbes Bundesliga-Fußballfeld. Kosten wird der Ausbau 750 000 Euro plus 117 000 Euro für die Planung. 2009 wurde für den Gemeindehaushalt die doppelte Buchführung (Doppik) eingeführt. Seitdem hinken Behörden und Verwaltung den Jahresabschlüssen für die Gemeinden arg hinterher. So befasste sich der Contwiger Rat am Donnerstag mit dem Abschluss für das Jahr 2013. Bis dieser stand, sind laut Rechnungsprüfer Walter Carius (CDU) 14 Monate ins Land gegangen. Er sieht deshalb keine Chance, dass die Gemeinden auch nur in die Nähe eines aktuellen Abschlusses kommen. Carius kündigte an, dass die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses ihr Amt niederlegen, sollte der Abschluss für 2014 auch so lange dauern. Ratssplitter

x