Meinung
Leader-Förderung: Belohnung für die Basisarbeit
Bürger gestalten aktiv ihre Region. Das ist die Idee hinter dem Leader-Programm, das die Europäische Union mit Millionen aus dem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums fördert. Das Programm feiert in diesem Jahr sein 35. Jubiläum. In Rheinland-Pfalz gibt es aktuell 22 Förderregionen. Die LAG Pfälzerwald ist eine davon, für den Zeitraum von 2023 bis 2027 erhält sie rund 3,3 Millionen Euro.
Mit dem Geld lassen sich vor Ort Projekte verwirklichen, für die es in den kommunalen Haushalten kein Geld gibt. Der Antragsweg ist auf den ersten Blick zwar ein wenig mühsam und altmodisch, digital kommt man nur schwerlich zum Ziel. Das soll sich aber bessern. Wer auf Nummer sicher gehen will, spricht in der Geschäftsstelle vor. Dort erhält man nicht nur kompetente Hilfe, dort öffnet sich mitunter auch der Zugang zu anderen Fördertöpfen.
In einer Zeit, in der die Demokratie unter Druck steht und in der ein Staatenverbund wie die Europäische Union in Frage gestellt wird, ist es schön zu sehen, dass die große EU auch im Kleinen hier vor Ort wirkt. Leute im Dorf haben eine Idee, entwickeln diese zum Projekt und erhalten dafür eine Förderung aus Brüssel. Das ist Basisarbeit der EU.
