Kreis Südwestpfalz Kulturzentrum soll im Sommer fertig sein

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Volkshochschule, Stadtbibliothek, kulturtreibende Vereine, wechselnde Ausstellungen und der Probenbetrieb des Neunkircher Musical-Projekts sollen hier ebenso eine Heimstatt finden wie das künftige „Hüttenstadt-Museum“ zur Geschichte des Eisenwerks: Für 1,3 Millionen Euro wird zurzeit das frühere Bürgerhaus am Neunkircher Marienplatz umgebaut. Im Juni soll es als neues „Zentrum für Bildung und Kultur“ seinen Dienst aufnehmen.

Seit August wandeln sich die räumlichen Verhältnisse im Bürgerhaus. Früher hatte die Hüttenstadt hier ihren größten Veranstaltungssaal mit Bühne für Konzerte, Theateraufführungen und festliche Empfänge. Seit Eröffnung der modernen „Neuen Gebläsehalle“ auf dem früheren Eisenwerksgelände wird das alte Bürgerhaus in seiner bisherigen Erscheinungsform nicht mehr gebraucht. Das 30 Jahre alte Bauwerk – hier gab die Stadt anno 1987 einen historischen Empfang für DDR-Staatschef Erich Honecker – wird zurzeit mit einem gläsernen Mittelbau ans benachbarte einstige Amtsgericht angekoppelt, das zuletzt als Ausstellungsraum für die Städtische Galerie diente. Wie Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) gestern erläuterte, reicht das Saarland mit 638 000 Euro aus EU-Fördertöpfen knapp die Hälfte der Baukosten nach Neunkirchen weiter. Ist das Bürgerhaus im Sommer umgebaut, wird sich im früheren großen Saal ein Ausstellungsraum für die Städtische Galerie finden. Die Bühne, mit einer schalldichten Wand abgetrennt, gibt Theatervereinen und Musical-Künstlern Gelegenheit zum Probebetrieb. Auf der Saal-Empore werden Dauerausstellungen gezeigt. Die Bücherei zieht in die ehemalige Galerie im Nachbarhaus sowie in den jetzt entstehenden neuen Mittelbau ein. Aber ein Fragezeichen bleibt. Wie Fried berichtet, hat ein Anwohner gegen die Baugenehmigung gerichtlich Widerspruch eingelegt. „Wir wollen uns gütlich einigen“, sagt der OB: „Zum Beispiel verzichten wir auf die geplante Terrasse im Freien. Die hatte große Sorgen beim Nachbarn ausgelöst. Zieht sich der Streit aber in die Länge und verzögern sich deshalb die Bauarbeiten, droht uns die EU-Förderung von 638 000 Euro zu verfallen.“

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