Heltersberg RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis prüft Rettungswege im Holzland

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Der Landkreis prüft derzeit die Struktur des Rettungsdienstes. Das hat Landrätin Susanne Ganster (CDU) der Ortsgemeinde mitgeteilt. Heltersberg hatte eine Überprüfung der Rettungsstruktur im Holzland gefordert, weil diese möglicherweise Mängel aufweist, die durch den Bau einer Rettungswache behoben werden könnten.

Die notärztliche Versorgung im Holzland gestaltet sich seit Jahren schwierig. Bis die drei Gemeinden Heltersberg, Geiselberg und Schmalenberg von den Rettungswachen in Rodalben oder Weselberg aus erreicht sind, vergeht oft viel Zeit. Nach dem Notruf informiert die Leitstelle die Rettungskräfte, die dann ein gutes Stück Weg vor sich haben. Deshalb hatte Heltersberg eine Resolution verabschiedet und den Landkreis, der für das Rettungswesen zuständig ist, gebeten, Abhilfe zu schaffen.

Landrätin Ganster hat der Gemeinde Anfang April geantwortet: Der Kreis überprüfe bereits seit dem vorigen Jahr die Versorgungsstruktur im gesamten Rettungsdienstbereich. Besonderes Augenmerk liege auf der Versorgung der Holzlandgemeinden. Die Bedarfsanalysen und Abstimmungsprozesse seien allerdings umfangreich und dauerten noch an. Sobald sie abgeschlossen sind, komme der Kreis auf die Gemeinde zu.

Rodalben zuständig bis Johanniskreuz

Über das Schreiben informierte Bürgermeister Ralf Mohrhardt am Mittwoch den Gemeinderat. Die Ortsgemeinde war tätig geworden, weil Einsatzzeiten von über 20 Minuten keine Einzelfälle sind. Eigentlich sollten Rettungskräfte nach spätestens 15 Minuten jeden Ort in ihrem Einsatzgebiet erreicht haben. Auch die Situation in Richtung Johanniskreuz – bis dorthin reicht der Zuständigkeitsbereich der Rettungswache Rodalben – gestalte sich schwierig.

Dass der Kreis alles tut, um im Notfall Menschenleben zu retten, war das Anliegen der Heltersberger Resolution. Demnach solle zunächst die Einsatzgrundzeit des Rettungsdienstes aus Rodalben ins Holzland überprüft werden. Nur auf solider Datenbasis lasse sich diskutieren und – falls die Daten die subjektiven Eindrücke bestätigen – eine Lösung finden.

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