Winterbach RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis kritisiert Winterbach wegen Personalkosten für Kindergarten

Den Winterbacher Kindergarten besuchen auch Kinder aus Nachbardörfern.
Den Winterbacher Kindergarten besuchen auch Kinder aus Nachbardörfern.

Dass andere Dörfer Kinder in den Winterbacher Kindergarten schicken, aber nichts fürs Personal bezahlen, missfällt der Kreisverwaltung. Winterbach will weiter Kinder aus Nachbardörfern aufnehmen, aber darauf achten, dass keine eigenen Kinder abgewiesen werden.

Der Winterbacher Kindergarten wird auch von Kindern aus anderen Gemeinden besucht. Diese Gemeinden beteiligen sich zwar an den Sachkosten, nicht jedoch an den Personalkosten der Winterbacher Kita. „Diese Gemeinden, etwa Biedershausen, gehören dem Zweckverband Wallhalben an, und deshalb wird nur dort der Personalanteil übernommen“, sagte Bürgermeister Andreas Weizel am Mittwoch im Gemeinderat.

Da Winterbach die Personalkosten für diese Gemeinden übernimmt, würde es eine freiwillige Leistung an andere Ortsgemeinden zahlen, hatte die Kreisverwaltung moniert. Die forderte, dass dafür eine Lösung gefunden werden muss. Der Rat könne diese Entscheidung nicht treffen, fanden die Winterbacher. „Diese Entscheidung muss auf einer anderen Ebene getroffen werden“, forderte auch der Bürgermeister.

Auswärtige Kinder will die Gemeinde aber auf keinen Fall abweisen, solange Kitaplätze in Winterbach frei sind. „Wir haben jetzt neu gebaut, und das Haus soll auch mit Kindern gefüllt werden“, forderte Weizel. Allerdings dürfe es nicht so sein, dass einheimische Kinder keinen Kitaplatz bekommen, weil zu viele Kinder aus den umliegenden Gemeinden die Winterbacher Einrichtung besuchen. Wie die Kosten letztendlich übernommen werden, solle die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben klären.

Um den Altbau des Kindergartens weiter zu sanieren, wird Winterbach keinen Architekten beauftragen. Das Geld könne man sich sparen, war sich der Gemeinderat einig. Um die erforderliche Gruppenraumgröße von 45 Quadratmeter zu bekommen, die nach dem Kitazukunftsgesetz ab Juli vorgeschrieben ist, wird in einem Raum eine Wand entfernt. Das Bad wird erneuert, ein neuer Wickelraum mit Handwaschbecken und Duschgelegenheit ist nach dem neuen Gesetz Pflicht. Die Türen im Altbau müssen erneuert werden.

Durch diese Arbeiten entstehen auch Arbeiten an der Elektroinstallation, und die Sanierung zieht Putz- und Malerarbeiten nach sich. Ein Architekt hätte keine planerische Aufgaben mehr, betonte Weizel: „Die Pläne haben wir. Ein Architekt würde die Angebote einholen und die Rechnungen prüfen.“ Die Gewerke seien überschaubar, und die Ausschreibungen könnten selbst gemacht werden. Recht schnell soll nun die Kleinkindgruppe in den Neubau umziehen, damit mit den Abrissarbeiten der Wand begonnen werden kann.

Da das neue Kindertagesstättengebäude größer ist, müssen die Stunden der Reinigungskraft erhöht werden. In Zukunft wird es auch eine Hauswirtschaftskraft in der Kita geben. Bisher hat sich das Erziehungspersonal um die Essensausgabe gekümmert, was aber bei 40 Kindern nicht mehr bewältigt werden kann. Pro Woche wird in Zukunft für zehn Stunden eine Hauswirtschaftskraft das Team verstärken, die sich um die Vorbereitung der Mittagsmahlzeit, die Ausgabe und die anschließende Reinigung der Küche kümmert.

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