Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis investiert 2021 knapp vier Millionen Euro in Straßen

800.000 Euro steckt der Kreis um kommenden Jahr in den Ausbau der Ortsdurchfahrt Hilst, der bereits läuft.
800.000 Euro steckt der Kreis um kommenden Jahr in den Ausbau der Ortsdurchfahrt Hilst, der bereits läuft.

Fast vier Millionen Euro will der Kreis im kommenden Jahr für die Straßen im Landkreis ausgeben. Von Hilst bis Oberauerbach werden die Baumaschinen anrücken. Größte Einzelmaßnahme wird der Ausbau der Hilster Ortsdurchfahrt, der schon läuft. Radwege werden keine gebaut und nur ein neuer Gehweg.

3,8 Millionen Euro sind 2021 für den Straßenbau eingeplant, wie Landrätin Susanne Ganster am Montag im Kreisausschuss informierte. Der Schwerpunkt liegt auf den Ortsdurchfahrten, von denen acht fertiggestellt werden oder der Ausbau neu begonnen wird. Größter Brocken ist dabei die schon im Bau befindliche Hilster Ortsdurchfahrt, die insgesamt 1,4 Millionen Euro kosten wird. 800.000 Euro sollen davon im nächsten Jahr verbaut werden. Ebenfalls im Bau ist die Reifenberger Ortsdurchfahrt, die rund eine Million Euro kosten soll. Im kommenden Jahr sind 700.000 Euro eingeplant. Wenn die Hilster Ortsdurchfahrt fertig ist, geht der Kreis die Brücke über den Eppenbrunner Bach an. Deren Sanierung wird 350.000 Euro kosten, von denen 2021 erstmal nur 50.000 Euro im Straßenbauprogramm des Kreises eingeplant sind. Als weiteres Projekt im Zusammenhang mit der Hilster Ortsdurchfahrt soll zwischen dem Ort und der L478 eine neue Fahrbahndecke aufgebracht werden, für die weitere 100.000 Euro eingeplant sind. Insgesamt wird der Kreis also im Bereich Hilst 1,85 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur stecken.

2021: Start in Schwanheim und Bechhofen

Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten an den Ortsdurchfahrten Schwanheim und Bechhofen starten . 200.000 Euro sind für Schwanheim (Gesamtkosten 300.000 Euro) und 300.000 Euro für Bechhofen vorgesehen, wo letztlich rund eine Million Euro verbaut werden wird. Kleinere Arbeiten sind in der Contwiger Ortsdurchfahrt mit 140.000 Euro zu erledigen. Für Schwanheim läuft bereits die Ausschreibung, bei Bechhofen ist die Ausschreibung erst in Vorbereitung, wie Ganster am Montag informierte. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Schwanheim soll die K54 zwischen dem Ort und der Landesstraße 495 angegangen werden. Im kommenden Jahr wird dazu der Betrag von 50.000 Euro in das Straßenbauprogramm eingestellt. Insgesamt rechnet die Baubehörde des Kreises mit Kosten in Höhe von 400.000 Euro für dieses Projekt.

Großprojekt wird fortgesetzt

Ein Großprojekt, der Ausbau der K32 bei Waldfischbach-Burgalben, wird 2021 mit 200.000 Euro fortgesetzt. Die Deckschicht zwischen Waldfischbach-Burgalben und Leimen bis zu den Campingplätzen soll erneuert werden. Dazu sind Restarbeiten vom Vollausbau in diesem Bereich zu erledigen. Insgesamt wird der Ausbau der K32 rund drei Millionen Euro verschlungen haben, wenn 2023 die letzten Arbeiten erledigt sind.

Ebenfalls ein größerer Investitionsbrocken wird die Traglastverstärkung der Kreisstraße 74 zwischen Contwig und Oberauerbach. Insgesamt eine halbe Million Euro soll hier investiert werden. Im kommenden Jahr wird mit 450.000 Euro gestartet. Der Kreis verspricht sich durch den Ausbau unter anderem eine Optimierung des Ausfahrtbereichs vom Busbahnhof der Integrierten Gesamtschule.

Im kommenden Jahr geht der Kreis den Ausbau der K57 von der B48 bis Hofstätten an, für den 750.000 Euro Gesamtkosten vorgesehen sind. Erste Ausgaben (50.000 Euro) sind eingeplant. Ganz fertig wird die K57 dann 2023. Ebenfalls nur 50.000 Euro sind für den 600.000 Euro teuren Ausbau der K62 bei Hornbach eingeplant. Auch hier wird 2022 der Hauptausbau erfolgen.

Eine reine Fahrbahndecke wird im kommenden Jahr für die K44 von Petersbächel bis Fischbach angegangen. 200.000 Euro sollen die Arbeiten kosten.

Mehr Sicherheit für Fußgänger

Mehr Sicherheit für die Fußgänger versprechen sich die Planer bei der Kreisverwaltung durch eine Einengung der Fahrbahn mit Gleitwand und Geländersanierung auf der K78 in Höhmühlbach. Die dortige Brücke über die Bahngleise ist für Fußgänger nicht ungefährlich und bisherige Lösungsversuche sorgten für Kritik. Die optimale Lösung wäre eine neue Brücke, die jedoch Kosten von bis zu einer halben Million verursachen würde. Die jetzt geplante Lösung wird mit 50.000 Euro veranschlagt.

Der einzige geplante Gehweg im Straßenbauprogramm für 2021 ist die Verbindung von einem Parkplatz zum Mariettenhof an der Kreisstraße 40.

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