Contwig
Kreis bittet Eltern: Kinder sollen morgens auch mal früheren Bus nehmen
Die zusätzlichen Busse – morgens von Zweibrücken nach Contwig und mittags von Contwig nach Zweibrücken und Althornbach – wurden eingesetzt, damit die Schüler mehr Abstand halten können. Schulleiter Thomas Höchst berichtete am Montag im Kreisausschuss, der an der IGS tagte, dass die Schule an den Haltestellen darauf achte, dass die Schüler beim Warten genug Abstand halten. Das funktioniere auch gut, aber Abstand lässt sich nicht überall halten: „Dann gehen sie in den Bus rein, und dann fahren sie auf dem Schoß“, sagte Höchst. Er war aber voll des Lobes über seine Schüler, die sich hervorragend an die Abstandsregeln hielten. Der Winter werde aber neue Herausforderungen bringen, sagte er voraus.
Laut Landrätin Susanne Ganster kostet ein Bus pro Tag inklusive Fahrer 440 Euro. Das Land gebe einen Zuschuss, aber es gehe von 310 Euro pro Bus und Tag aus und erstatte nur 90 Prozent. Zwar sei hier wohl eine Erhöhung geplant, aber dennoch hat der Kreisausschuss vorerst Mehrkosten von 21 000 Euro bis zum Jahresende zugestimmt.
Die zusätzlichen Busse fahren nach demselben Zeitplan wie die ursprünglichen Busse. „In der Regel ist es so, dass zur besseren Steuerung der Verteilung der Schüler auf die einzelnen Busse die Verstärkerfahrten praktisch den normalen Linienfahrten hinterherfahren“, erläutert André Schattner vom Büro der Landrätin.
Wo nötig, werde versucht, die Kinder nach Schulart zu trennen – etwa Grundschüler ein Bus, weiterführende Schüler der andere Bus. Die Busfirmen seien auch bestrebt, über die Fahrer die Schülerströme zu steuern, „was, wie die Rückmeldungen zeigen, auch größtenteils funktioniert“.
Trotzdem komme es immer wieder zu Engpässen, weil Schüler aus Orten, wo es mehrere Fahrten zu einem Schulstandort und zurück gibt, morgens in der Regel den spätesten Bus nehmen und mittags zur Heimfahrt den ersten Bus. Die nur wenige Minuten früher und mittags später fahrenden Busse würden dagegen schwächer in Anspruch genommen, so dass die Busse nicht gleichmäßig ausgenutzt sind. Deshalb bittet die Kreisverwaltung die Eltern, ihre Kinder anzuhalten, auch „nicht ganz so attraktive Fahrten“ zur Fahrt zur Schule und zurück zu nutzen, so dass die Busse möglichst gleichmäßig ausgelastet sind.