Kreis Südwestpfalz Kompa-Care füllt nicht mehr die Teller
Im Sommer kam es zu teilweise massiven Beschwerden wegen des Schulessens der Firma Kompa-Care in der Contwiger IGS und an Pirmasenser Ganztagsschulen. Die Situation in den Schulmensen hat sich inzwischen entspannt, ist aber noch nicht überall wieder bestens. In Pirmasens hakt es noch an einigen Schulen, und die IGS hat inzwischen den Vertrag gekündigt.
Bis zu den Sommerferien hatte es mit der Küche des Caterers Kompa-Care keine Probleme gegeben. Das Unternehmen mit Sitz in Villingen-Schwenningen hatte die frühere Krankenhausküche im stillgelegten Evangelischen Krankenhaus in Zweibrücken gemietet und dort gekocht. Dann wurde Kompa-Care der Mietvertrag gekündigt, und das Unternehmen musste sich das Essen von einem Partner besorgen. Damit begannen die Probleme (wir berichteten am 13. September). Unter anderem hatte sich die Schulleiterin der Pirmasenser Husterhöh-Grundschule, Anne Hammel, massiv öffentlich wegen der Qualität beklagt. Beschwerden gab es im Sommer auch aus der IGS in Contwig, und die dauerten an bis in den Herbst. Häufig seien die Speisen zu kalt oder zu heiß, und bestellte Mengen würden nicht vollständig geliefert, teilte Kreisverwaltungssprecher Thorsten Höh mit. In einem Fall sei das Essen anderthalb Stunden zu spät geliefert worden. Auch an der Qualität haperte es, und die Schulgemeinschaft beklagte sich, dass es nicht schmecke. „Andere von der Firma Kompa-Care belieferte Schulen zeichnen ein nicht ganz so dramatisches Bild, wie dies in Contwig der Fall ist“, erklärt Höh. Dies hänge aber vielleicht auch damit zusammen, dass die IGS in Contwig mit Abstand die meisten Schüler zu verköstigen habe. Durchschnittlich seien es rund 200 Schüler, die dort mittags speisen. Die Schulleitung in Contwig hat inzwischen als Konsequenz aus den andauernden Problemen den Vertrag mit Kompa-Care gekündigt. Der ASB in Zweibrücken beliefere inzwischen die IGS, wie Kreisverwaltungssprecher Höh gestern der RHEINPFALZ bestätigte. „Bei uns ist es deutlich besser geworden. Das sieht man daran, was die Kinder auf den Tellern lassen. Da bleibt kaum noch was übrig“, meint hingegen die Pirmasenser Schulleiterin Anne Hammel mittlerweile. Es gebe wieder mehr Gemüse und die Auswahl sei besser. „Es ist so, wie es sein sollte.“ Die Schulleiterin vermisst jedoch, dass ein Vertreter von Kompa-Care sich bei der Schule mal erkundigt hätte, woran es hapert. „Da hätte mal einer Rede und Antwort stehen können“, sagt Hammel. „Bisher konnten bedauerlicherweise noch nicht alle Schulen vollumfänglich zufrieden gestellt werden“, ist von der Pressestelle der Stadtverwaltung in Pirmasens zu hören. Deren Sprecherin Talea Meenken verweist auf ein weiteres Gespräch mit Kompa-Care Ende November zum Thema Schulessen. Nach den Beschwerden im Sommer habe das Unternehmen zugesichert, dass Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement vor Ort in den Schulen sein würden, um Verbesserungspotenziale umzusetzen. Außerdem sei aktuell geplant, alle Schulen Anfang Dezember zu einem runden Tisch einzuladen, um die Zufriedenheit abzufragen, so Meenken weiter. „Seit dem 15. Oktober werden die Mahlzeiten wieder direkt aus Zweibrücken geliefert“, war von Kompa-Care-Geschäftsführer Peter Schrenk zu erfahren. Bei Kompa-Care sei die Zahl der Beschwerden deutlich zurückgegangen. Schrenk versichert, dass sich sein Unternehmen umgehend und umfassend um neue Beschwerden kümmere, sofern diese gemeldet würden. „Generell ist die Situation aber schon jetzt erheblich besser, und wir arbeiten ständig an einer weiteren Optimierung“, sagt Schrenk.