Kreis Südwestpfalz Kommentar: Emotionale Entscheidung

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An dem eindeutigen Ergebnis der Bürgerbefragung wird die

Landesregierung heftig zu knabbern haben.

Die Umfrage zur Zukunft der VG Hauenstein hat den Willen der Menschen in den acht Ortsgemeinden sehr deutlich aufgezeigt. Der Landesregierung dürfte es schwer fallen, dies zu ignorieren oder als „nur einen Belang unter vielen“ zu bewerten. Die Bürger werden sehr genau verfolgen, wie Mainz das klare Votum verarbeitet. Es bleibt wohl Spekulation, was den Ausschlag gegeben hat. Trotz zahlreicher Veranstaltungen, trotz einer Menge bedruckten Papiers, trotz einer Bewertungsmatrix mit 30 gewichteten und bewerteten Kriterien, trotz zahlreicher Diskussionen auch im privaten Kreis: Es gab nicht das Argument, es gab nicht die Fakten, die die Entscheidung glasklar gemacht hätten. Vieles blieb einfach schwammig, zumal auch die Ergebnisse, die die externe Kommission bei ihren Sondierungsgesprächen in Annweiler, Dahn und Rodalben erzielt hatte, keineswegs bindende Vereinbarungen darstellen, sondern vorsichtig als Absichtserklärung zu beschreiben sind. Alles muss nach der Mainzer Entscheidung mit dem endgültigen Partner stringent verhandelt und vertraglich fixiert werden. „Ich war bei noch keiner Wahl so unschlüssig wie bei dieser Umfrage. Letztlich habe ich mich erst in der Wahlkabine entschieden – aus dem Bauch heraus“, sagte der Mittsechziger, nachdem sein Stimmzettel in der Urne verschwunden war. Ihm ging es wie vielen, die sich bis zuletzt schlicht unsicher waren, welches nun der bessere Weg für die Zukunft der VG Hauenstein sein wird. Es war also auch eine emotionale Entscheidung. Aber auch die ist so eindeutig, dass man in Mainz heftig daran zu knabbern hat.

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