Kreis Südwestpfalz Kindergartengebühren, Europa und die Arbeit vor Ort

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Am Ende der anderthalbstündigen Podiumsdiskussion konnten auch die Zuhörer Fragen stellen. Es ging um Kindergartengebühren, Erfahrungen in der Kommunalpolitik und die europäische Einigung.

Karl-Jürgen Schwaderer aus Maßweiler

wollte wissen, wie Susanne Ganster zu dem Vorschlag der CDU steht, dass Eltern in Rheinland-Pfalz wieder Gebühren für die Kindergärten zahlen sollten. Sie habe das nicht unterstützt, sagte Ganster, halte es aber für vertretbar, wenn Eltern pro Kind und Tag einen Euro für den Kindergarten zahlen. Denn man müsse mehr in die Kindergärten investieren, könne aber nicht immer mehr Schulden machen. Sie zeigte aber Verständnis für die Sicht der Eltern: Sie sei mit zwei Geschwistern aufgewachsen, und bei nur einem Verdiener in der Familie sei das auch schwer gewesen. Monika Claus aus Zweibrücken, deren Tochter in Althornbach wohnt, interessierte, ob Susanne Ganster weiß, wie es ist, wenn eine Gemeinde die Grundsteuer erhöhen muss, aber kein Geld hat, einen Rasenmäher zu kaufen. Sie fand, Peter Spitzer sei ein Praktiker, Susanne Ganster dagegen „eine Dame, die regional keine Erfahrung hat“. Das wies Ganster vehement zurück: Sie sei nicht nur Landtagsabgeordnete, sondern auch Mitglied im Kreistag und im Verbandsgemeinderat Dahner Felsenland, und sie kenne die Nöte der Gemeinden durchaus. „Wenn das für Sie ein Manko ist, dass ich nicht im Ortsgemeinderat sitze ...“, wunderte sie sich und erklärte das damit, dass sie nach der Wahl zur Landtagsabgeordneten ihre Wohnung an ihrer Arbeitsstätte in Schönau aufgeben musste und ihr neuer Wohnort Erfweiler bereits einen guten Gemeinderat gehabt habe, so dass sie dort nicht kandidiert habe. Wie sie als Landrat die europäische Einigung fördern, wollte Steffen Schmidt aus Großbundenbach von beiden Kandidaten wissen. „Bei uns in der Südwestpfalz wird Europa ganz konkret“, fand Susanne Ganster und erinnerte an das Europadenkmal am St. Germanshof bei Bobenthal, wo 300 europäische Studenten im Jahr 1950 die Grenze stürmten und ein vereintes Europa forderten. Man müsse „unsere Geschichte in Europa wach halten“,sagte Ganster und nannte als eine Möglichkeit, Projekte an Schulen zu fördern. Peter Spitzer erinnerte an den deutsch-französischen Kindergarten in Liederschiedt und forderte, die Beziehungen zu Frankreich auch in den Grundschulen fortzuführen. „Ganz Europa steht und fällt mit unserem Bezug zu Frankreich“, fand er und bezeichnete sich als überzeugten Europäer.

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