Kreis Südwestpfalz Keine Spur von Wahlkampf

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Wenn es in Käshofen was zu schaffen gibt, ist Egon Gilbert nicht weit. Der 69-Jährige gehört zu denen, die im Dorf anpacken. Als sich abzeichnete, dass sich kein Bewerber für das Amt des Bürgermeisters findet, war er erneut zur Stelle und kandidierte. Dass er jetzt ausgerechnet gegen seinen Freund und Nachbarn Klaus-Dieter Köhler antritt, trägt er mit Humor.

„Der Wähler entschiedet am Sonntag“, sagt Gilbert. Gedanken will er sich erst machen, wenn das Ergebnis feststeht. „Lass es doch mal kommen, wie es kommt“, sagt er schulterzuckend. Ob jetzt er oder Köhler zum Bürgermeister gewählt werden, das ist Gilbert nicht so wichtig. „Wir werden uns dann Gedanken machen, was hinterher ist“, fügt er an. Ihm ist wichtig, dass es in Käshofen gut weitergeht. „Bei uns ist die Welt in Ordnung“, sagt er. Einen Wahlkampf um das Bürgermeisteramt habe es nicht gegeben, zwischenmenschlich ist zwischen ihm und Köhler „alles beim Alten“. Die Voraussetzungen, dass sich Käshofen positiv weiterentwickelt, sieht Gilbert als gegeben. Die Gemeinde ist schuldenfrei, der Zusammenhalt im Dorf ist groß. „Mein Wunsch ist, dass wir alle zusammenarbeiten, dann muss man gucken, was der Geldbeutel hergibt“, hatte er nach der Bekanntgabe seiner Kandidatur gesagt. Der Geldbeutel kommt ins Spiel, wenn es um die größeren Projekte geht, die unter einem neuen Bürgermeister angegangen werden sollen. So gibt es einige Baustellen am und im Dorfgemeinschaftshaus, auch über die Sanierung von Gemeindestraßen soll gesprochen werden. Auch gestern, drei Tage vor der Wahl, waren Gilbert und Köhler wieder gemeinsam im Einsatz. Sie nahmen die Gerätschaften und Unterlagen für die Wahl am Sonntag entgegen. „Lassen wir uns überraschen“, sagt Gilbert. Eine Ergebniswette hat er übrigens nicht abgeschlossen.

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