Walshausen RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Eile beim Vermarkten der letzten freien Bauplätze

Björn Sefrin und Frank Scherthan von den VG-Werken, Annika Bartmann von der VG-Bauabteilung, dahinter Ratsmitglied Alexander Thü
Björn Sefrin und Frank Scherthan von den VG-Werken, Annika Bartmann von der VG-Bauabteilung, dahinter Ratsmitglied Alexander Thürling, Kristina Peifer-Staab von A&B Staab, Frank Strottner, Gunter Veith, Bauunternehmer Berthold Staab und Jan Hubert von den Pfalzwerken (v.l.).

„Am Kornberg“ heißt das kleine Walshauser Baugebiet, das der Schmitshauser Bauunternehmer Berthold Staab für die Gemeinde erschlossen hat.

Das Gebiet, in dem künftig neue Walshauser Familien wohnen werden, umfasst acht Bauplätze. Drei davon sind derzeit noch zu haben.

„Teilweise hatten die Bauplätze Privatleuten gehört, die auch mit in der Erschließung waren, aber auch die Gemeinde hat vier Bauplätze. Von denen sind noch drei frei. Sie sind zwischen 450 und 800 Quadratmeter groß“, sagte am Donnerstag bei der Bauabnahme Walshausens Ortsbürgermeister Gunter Veith. Man sei noch gar nicht groß in die Vermarktung eingestiegen, auch weil zurzeit die Baupreise und Materialkosten hoch sind. Die Erschließung habe die Gemeinde aus Eigenmitteln finanziert, nicht über Kredite. Deshalb habe man beim Vermarkten keinen Zeitdruck. „Wenn die erst in zehn Jahren veräußert werden, macht das auch nichts“, zeigt sich Veith gelassen. Ein „Geschäft“ wolle man mit den drei freien Bauplätzen nicht machen. Diese seien für Walshauser oder Menschen aus umliegenden Dörfern gedacht, die hier bauen möchten. Einer Wormser Firma, die die Parzellen kaufen und vermarkten wollte, habe er mehrfach klare Absagen erteilt, erzählte Veith.

Becken für getrennte Abwasserentsorgung

Erschlossen wird das Neubaugebiet seit September 2022. Kurz zuvor hatte die Baufirma Staab eine Spülbohrung durch felsiges Gestein ins Tal zum Weiherbach begonnen. Denn dorthin wird das Regenwasser geleitet. Im Tal wurde eigens ein 400 Kubikmeter großes Rückhaltebecken für die getrennte Regen- und Schmutzwasserentsorgung gebaut. Das Schmutzwasser wird in den bestehenden Kanal der Straße Am Kornberg eingeleitet. Die zweite Besonderheit des Baugebiets ist der Fels, auf dem es steht. Der brachte eine leichte Unwucht in den Zeitplan, die die Baufirma laut Veith aber schnell aufgeholt habe.

„Wir veräußern die Bauplätze zum Selbstkostenpreis. Das sind 117,50 Euro Erschließungskosten und zehn Euro Grundstückskosten pro Quadratmeter, also 127,50 Euro insgesamt. Bei rund 5000 Quadratmeter Gesamtfläche kann man sich ausrechnen, was das Baugebiet gekostet hat“, erklärte Veith bei der Abnahme. „Das ist billiger als sonstwo“, meinte der Bauunternehmer Berthold Staab, der nur mit eigenem Personal gearbeitet hat, ohne Subunternehmer.

Aufgabe mit Maschinen gelöst

Mit der ausführenden Baufirma ist Veith sehr zufrieden. Wie auch Frank Scherthan von den Werken. „Das ist sehr gut gelaufen. Durch den Fels war das eine Aufgabe, die mit guten Maschinen personalschonend gelöst wurde“, lobte Scherthan.

Vertreter der Verbandsgemeindewerken, von Bauträger, Ortsgemeinde, Pfalzwerken und der Bauabteilung der Verbandsgemeinde nahmen das Baugebiet am Donnerstag ab.

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