Kreis Südwestpfalz Kein Bike-Park in Bechhofen

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Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wird in Bechhofen keinen Dirtbike-Park bauen. „Der Hype ist aus unserer Sicht schon vorbei“, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker am Mittwoch in einem Pressegespräch. Auch die Aussichtsplattform bei Großsteinhausen kommt nicht unbedingt. Stattdessen sei eine Idee, etwas mit Wasser im Schwarzbach-, Hornbach- und Lambsbachtal zu machen.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vergangene Woche hatte Gundacker angekündigt, dass im Haushalt 50 000 Euro für „eine Neujustierung des Tourismuskonzeptes“ eingestellt sind. Auf Nachfrage sagte Gundacker diese Woche, dass es darum gehe zu schauen, was sinnvoll ist. Möglicherweise werde man auf externe Berater oder Moderatoren zurückgreifen. Dafür seien die 50 000 Euro gedacht, die aber nicht unbedingt gebraucht würden. Der Bikepark bei Bechhofen sei „nicht mehr relevant“, sagte Gundacker. Im Oktober hatte er im Gespräch mit der RHEINPFALZ gesagt, man wolle „das nächste Jahr noch abwarten und noch weitere Erfahrungen sammeln“ (wir berichteten am 27. Oktober). Noch sei unklar, ob „der Markt für einen Bike-Park noch da ist oder nicht“. Auch die Stadt Zweibrücken lässt offen, ob sie einen Bike-Park in der Fasanerie baut. Geplant sei weiterhin ein Aussichtsturm in Großsteinhausen, hatte Gundacker im Oktober gesagt. Ob der tatsächlich kommt, ist aber nicht sicher: Man müsse auch darüber nachdenken, „ob die Aussichtsplattform so der Brüller ist“. Die beiden Vorhaben stammen wie der 2015 eingeweihte Wasserspielplatz am Contwiger Freibad aus einem Tourismuskonzept, das im Jahr 2009 aufgestellt wurde, damals noch unter Gundackers Vorgänger Kurt Pirmann, der heute Oberbürgermeister von Zweibrücken ist. Die Verbandsgemeinde touristisch weiterentwickeln möchte Gundacker dennoch. „Es gibt schöne Dinge“, sagte er. Ein Gedanke sei, das Element Wasser noch stärker in den Fokus zu rücken, etwa am Schwarzbach. In Zweibrücken gibt es dort und am Bleicherbach bereits die Stadt am Wasser, in Contwig den Wasserspielplatz. Dies könnte man bis Thaleischweiler-Fröschen fortsetzen, nennt Gundacker eine Idee. In Hornbach könne man im Zusammenhang mit der geplanten psychosomatischen Klinik das Gelände am Bach gestalten. Dort gibt es auch die Idee, einen Hochseilgarten zu bauen. Der war schon für den Heckenaschbacherhof bei Contwig im Gespräch, werde dort aber nicht umgesetzt, sagte Gundacker. Es sei zudem möglich, dass man „das Lambsbachtal bei Bechhofen für etwas Besonderes nutzt“. „Ein super, super Erfolg“ seien die neuen Premiumwanderwege, freut sich der Bürgermeister. Er berichtet von einem Wanderer auf dem Hornbacher Paradiesgartenweg, der seine Tour abgebrochen habe, weil so viel los war. Daneben gibt es den Herzog-Karl-II.-August-Pfad bei Bechhofen. Der dritte Premiumweg der Verbandsgemeinde, die Deutschritter-Tour bei Battweiler, soll nächstes Jahr eingeweiht werden. Als Termin ist der 15. April ins Auge gefasst.

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