Contwig Kampf gegen Hochwasser: SPD will Steingärten künftig verbieten, CDU und FDP nicht

Nach dem Starkregen im Juni standen Teile der Contwiger Ortsdurchfahrt unter Wasser.
Nach dem Starkregen im Juni standen Teile der Contwiger Ortsdurchfahrt unter Wasser.

Die Contwiger SPD-Fraktion will in Sachen Hochwasserschutz aufs Tempo drücken. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres wurde laut Holger Hell (SPD) beschlossen, das Konzept zu überarbeiten. Die Feuerwehr habe aber im Ort immer wieder an den gleichen Orten mit Wasser zu kämpfen

Hell bestreitet nicht, dass das bestehende Hochwasserkonzept von Contwig funktioniert, an manche Stellen im Ort müsse die Feuerwehr jedoch immer wieder ausrücken: unter anderem in die Dellfelder Straße, die Oberauerbacher Straße und an die Straßenverschwenkung bei der Tankstelle. Zudem schlägt Hell vor, bei zukünftigen Bauplätzen stärker auf den Hochwasserschutz zu achten, etwa mit der Pflicht zu Zisternen oder dem Verbot von Steingärten.

Bürgermeisterin Nadine Brinette erklärte in der Ratssitzung am Donnerstagabend, dass ein Hochwasserkonzept beschlossen ist, das jedoch noch beim Land liege. Aufgrund der Hochwasser-Katastrophe im Norden des Landes habe sich die Angelegenheit zudem verzögert. Laut Brinette wäre es sogar möglich, dass sich Contwig, Stambach und Dellfeld bei dem Thema zusammenschließen.

Unterschiedlicher Meinung waren die CDU-, die FDP- und die SPD-Fraktion beim Verbot von Steingärten. Die CDU sprach sich gegen ein Verbot aus, ebenso die FDP. „Jeder sollte so bauen dürfen, wie er will. Wir sind gegen jede Reglementierung“, sagte Herbert Sefrin (FDP). Hell argumentierte, dass bepflanzte Gärten mehr Wasser versickern ließen als Schottergärten. „Jeder Liter, der nicht in den Schwarzbach läuft, ist für die Anwohner dort von Vorteil“, sagt der SPD-Mann.

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