Lemberg RHEINPFALZ Plus Artikel Künftig Trauungen auf der Burg Lemberg

In die Burgschänke muss investiert werden.
In die Burgschänke muss investiert werden.

Nach der Kündigung des vorigen Pächters gestaltet sich die Suche nach einem Gastronomen, der die Lemberger Burgschänke übernehmen will, schwierig. Jetzt will der Gemeinderat erstmal die Schänke und Toilette sanieren für maximal 50.000 Euro. Die Verbandsgemeinde will künftig Trauungen auf der Burg anbieten.

Der bisher letzte Pächter auf der Burg wurde von der Gemeinde zum 31. März gekündigt, weil er das Lokal nicht im Sinne der Gemeinde geführt hatte. Unter anderem war wochen- und monatelang geschlossen. Für eine Neuverpachtung will Bürgermeister Martin Niebuhr einen Teil der Schänke und die Toilettenanlage aufhübschen, wie in der jüngsten Ratssitzung bekannt wurde. In der Küche soll der Boden neu gefliest werden. Die alten Fliesen entsprächen nicht mehr den behördlichen Anforderungen, so Niebuhr. Unter anderem brauche es rutschfeste Fliesen. Holzbohlen im Außenbereich seien zu glitschig und müssten ausgetauscht werden. In der Toilette brauche es neue Waschbecken und Armaturen. Glasbausteine müssten durch ein Fenster ersetzt werden. Zudem brauche der Gastraum einen neuen Anstrich, ebenso die Toilette und Küche. Im Außenbereich fehle es zudem an Sitzbänken.

Für die Finanzierung will Niebuhr die im Haushalt für das Burgeninformationszentrum (Bliz) gedachten 50.000 Euro verwenden. Diese waren als Planungskosten für eine Überarbeitung der Ausstellung im Bliz vorgesehen. Das könne auch noch ein Jahr warten, meinte Niebuhr. Um eine möglichst zügige Neuverpachtung der Burgschänke zu erreichen, müsse in deren Sanierung investiert werden. „Wenn wir wollen, dass da Gäste kommen, müssen wir Geld reinstecken“, so Niebuhr.

Die vom Vorpächter angebotene Theke hat ihm die Gemeinde abgekauft, wie Niebuhr weiter informierte. Die Theke sei passgenau für die Schänke gemacht worden. Die davor von der Gemeinde gekaufte Theke habe vor längerer Zeit schon weggeworfen werden müssen, da sie verschimmelt gewesen sei, wie Niebuhr auf die Frage von Albert Buchmann (CDU) antwortete. In der Toilette sollten am besten gleich die Toilettenschüsseln und Pissoirs mit erneuert werden, wenn schon mit einer Sanierung der Anlage begonnen werde, forderte Buchmann. Das will Niebuhr auch tun, sofern der Finanzrahmen mit den 50.000 Euro das zulasse. Das Gesundheitsamt soll bei der Planung hinzugezogen werden, um deren Anforderungen gleich zu berücksichtigen.

Hochzeit im Kaminzimmer

Verbandsbürgermeister Klaus Weber überraschte den Rat am Donnerstag mit der Ankündigung, die Lemberger Burg künftig als Außenstelle des Standesamtes für Trauungen von Hochzeitspaaren zu widmen. Der Kapellenbereich und das Kaminzimmer in der Burgschänke eigneten sich dazu. Die Verbandsgemeinde traut bisher nur in der Verwaltung in der Bahnhofstraße. Weber will die Burg Lemberg sowie die Alte Kirche in Vinningen als weitere Trauorte widmen lassen. Einmal im Monat könnten dann Termine auf der Burg angeboten werden. Die Trauungen könnten im zweiten Halbjahr 2023 schon vorgenommen werden, sofern sich bis dahin ein neuer Pächter findet. Auf der Burg wurden in der Vergangenheit schon Paare frei getraut.

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