Käshofen Käshofer Parkplatz-Problem ist eigentlich gar keins

Kundenparkplätze hinter der Bäckerei Lapot werden kaum genutzt. Das könnte an einem verwirrenden Parkverbotsschild an Ort und St
Kundenparkplätze hinter der Bäckerei Lapot werden kaum genutzt. Das könnte an einem verwirrenden Parkverbotsschild an Ort und Stelle liegen.

In der Käshofer Höhenstraße, bei der Bäckerei und am Mehrfamilienhaus, wird oft der Gehweg zugeparkt. Dabei könnten Bäckereikunden mithelfen, das Problem zu lösen.

Eigentlich sollte der Käshofer Rat vergangene Woche darüber entscheiden, mit welchen Maßnahmen das verbotswidrige Zuparken des Gehwegs verhindert werden soll. Drei Alternativen standen zur Debatte. So hätte sich der Rat dafür entscheiden können, Poller aufzustellen. Er hätte veranlassen können, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Parkflächen auf den Asphalt zeichnet. Oder gar ein Parkverbot an Ort und Stelle aussprechen lassen können.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM) sei allerdings schnell klar gewesen, dass Poller hier vermutlich ständig umgefahren würden, warnte Egon Gilbert, der Bürgermeister. Auch das Einzeichnen von Parkplätzen hielt der Rat für wenig erfolgversprechend, solange dort nicht regelmäßig kontrolliert wird. Zumal das Parkplatzproblem für Bäckereikunden eigentlich keines ist.

Ein privates Parkverbot

„An der Bäckerei könnten vorneweg acht bis neun Autos parken. Da sind Parkplätze. Ich verstehe nicht, warum man da als Kunde direkt an der Tür halten muss“, äußerte Edith Schneider Unverständnis für das Parkverhalten hier.

Die Parkfläche, die den Kunden für die Dauer des Brötcheneinkaufs zur Verfügung steht, befindet sich in Fahrtrichtung Zweibrücken hinter der Bäckerei. Zwar hängt dort ein privat angebrachtes Schild, das auf ein absolutes Parkverbot hinweist. „Das hat der Grundstückseigentümer aber nur aufgehängt, weil der Platz als Dauerparkplatz genutzt wurde. Das ist hier verboten. Bäckereikunden können aber parken“, meint Klaus Köhler, als Beigeordneter Stellvertreter des Bürgermeisters.

Alles gleich wieder zurückbauen?

Ein weiterer Aspekt, der die Räte veranlasste, ihre Entscheidung zu vertagen, ist folgender: Parkflächen legt der LBM fest. „Dann soll der LBM uns doch einen Plan zukommen lassen, wo die Parkfläche hinkommen soll. Am Ende entscheidet der einen Blödsinn, und nur wir wissen, wo die Leute da im Weg stehen“, warnte Fred Konrad.

Den Vorschlag, die Entscheidung zu vertagen, machte Bernd Hofer. Wegen des Radverkehrskonzepts, das der Landkreis Südwestpfalz in Auftrag gegeben hat und das im Sommer vorgestellt werde. „Es kann ja sein, dass dieses Konzept Maßnahmen für die Höhenstraße vorsieht. Und wenn wir da jetzt Poller aufstellen oder Parkflächen einzeichnen, kann es sein, dass das Radverkehrsamt uns später vorschreibt, dass da Schutzstreifen hinkommen sollen. Dann müssen wir alles, was wir jetzt veranlassen, wieder zurückbauen. Deshalb schlage ich vor, unsere Entscheidung bis zum Sommer zu vertagen.“ Die Räte folgten Hofers Vorschlag.

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