Kreis Südwestpfalz Junge stirbt nach Badeunfall im „Koi“

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Der vierjährige Junge, der am vergangenen Donnerstag einen schweren Badeunfall im Homburger Ganzjahresbad „Koi“ erlitten hat (wir berichteten mehrfach), ist am Mittwochabend in der Uniklinik verstorben. Das teilt das Saarbrücker Landespolizeipräsidium mit. Die Polizei prüft derzeit, ob sich bei dem Todesfall jemand strafbar gemacht hat.

Wie berichtet, soll sich der Junge kurz von seiner Schwimmgruppe entfernt haben; wenig später fanden Zeugen das Kind leblos im Wasser treibend. Wie Gregor Korda, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des „Koi“, sagte, war das Kind im Nichtschwimmerbecken gefunden worden. Laut Korda wurden bei dem Kind sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. „Die Erstversorgung vor Ort hat exzellent funktioniert. Sowohl der dazugerufene Schwimmmeister als auch einige unserer Mitarbeiter, die ausgebildete Rettungsassistenten sind, haben sich sofort um den Jungen gekümmert.“ Die Aufsichtspflicht bei dem Schwimmkurs, so Korda, habe beim Anbieter gelegen. „Das ist wie beim Vereinsschwimmen, da übernehmen auch die Verantwortlichen des Vereins die Aufsicht.“ Wie sich der Vorfall abgespielt hat, ist laut Polizeisprecher Stephan Laßotta noch unklar, die Ermittlungen liefen. Eine Obduktion habe gestern ergeben, dass das Kind ertrunken sei. Beim „Koi“ wollte man sich gegenüber der RHEINPFALZ zu den Umständen des Unfalls nicht äußern. Es gab keine Antworten auf die Fragen, wie viele Bademeister zu jenem Zeitpunkt anwesend waren, wie lange das Kind im Wasser trieb und wie lange die Wiederbelebung andauerte. Auch wollte man nichts dazu sagen, wie viele Kinder an dem Schwimmkurs teilgenommen hatten und wie viele Betreuer anwesend waren. Der Junge hatte in dem Homburger Schwimmbad an einem Schwimmkurs des privaten Anbieters „Sport total“ teilgenommen. Dessen Schwimmschule bietet mehrere aufeinander aufbauende Schwimmlern-Kurse für Kinder an, unter anderem einen für Anfänger und einen für Fortgeschrittene. Dem Vernehmen nach soll der Junge am Kurs für Fortgeschrittene teilgenommen haben, zusammen mit rund zehn weiteren Kindern. Nach RHEINPFALZ-Informationen soll dabei nur ein Betreuer der Schwimmschule anwesend gewesen sein. Dem Vernehmen nach sollen sich zum Zeitpunkt des Vorfalls rund 40 Badegäste im Schwimmbereich aufgehalten haben. „Sport total“ war bisher weder telefonisch für eine Stellungnahme zu erreichen noch antwortete das Unternehmen auf schriftliche Anfragen. Nach RHEINPFALZ-Informationen soll die Schwimmschule vorerst alle Kurse ausgesetzt haben. Gestern Abend soll ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen der Schwimmschule und den Eltern der Kinder, die an den Kursen teilnehmen, stattgefunden haben. (awac)

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