Kreis Südwestpfalz Jugend klagt über Lehrermangel

Bei der Jugendkonferenz der IG Metall (IGM) Homburg-Saarpfalz am vergangenen Donnerstag im Kardinal-Wendel-Haus in Homburg diskutierten die jungen Auszubildenden über ihren Lern-Alltag.
Der Lehrermangel an Berufsschulen und Rassismus bereiteten den Jugendlichen Sorgen. Neben der Diskussion über diese Themen wurde ein neues Leitungsgremium gewählt. Bei der jährlichen Ortsjugendkonferenz trafen sich die gewählten Vertreter der über 1600 Gewerkschaftsmitglieder unter 27 Jahren. Rund 70 Leute lauschten der Vorstellung des Geschäftsberichts der IGM-Jugend. Die Delegierten, überwiegend Auszubildende und Studenten, sprachen sich für das Einhalten von Ausbildungplänen aus. Es sei wichtig, dass ein Azubi erst vier Wochen in einem Arbeitsbereich, dann erst im nächsten tätig ist. Das würde oft nicht eingehalten, erklärte Martin Zimmer von der IGM Homburg-Saarpfalz auf Anfrage. Die Auszubildenden beklagten den großen Lehrermangel an den Pirmasenser, Zweibrücker und Homburger Berufsschulen. Der stellvertretende Schulleiter der Zweibrücker Berufsschule, Wolfgang Petry, antwortete, der Lehrer-Beruf sei nicht attraktiv genug, daher mangele es tatsächlich an Lehrpersonal. Die jungen Erwachsenen forderten, dass sich die Politik mehr für die Berufsschulen einsetzten soll. Unter der Fragestellung, was nach der Ausbildung von Bedeutung sei, stimmten die Azubis überein, es sei vor allem wichtig, dass der Ausbildungsbetrieb sie übernehme. Auch Fortbildungsmöglichkeiten wünschten sie sich. Überdies wurden Sorgen über zunehmendem Rassismus und die Polarisierung der Gesellschaft geäußert. Ebenso liege den jungen Erwachsenen die Umweltpolitik am Herzen, berichtete Martin Zimmer. Als neues Leitungsgremium der IGM-Jugend wurden der Student Viktor Koslow aus Waldmohr, Chantale Sprunck von der Firma Schaeffer in Homburg, Marius Hemmerling von der Zweibrücker Terex, Nico Ketzer von John Deere Zweibrücken und Miriam Pinl aus den Homburger Bosch-Betrieben gewählt.