Kreis Südwestpfalz Ja zu Urnenreihengrab

In Käshofen sollen normale Urnengräber als Erdgrabstätten angeboten werden. Das beschloss der Gemeinderat am Montag.
Der Rat folgte damit dem Wunsch nach Urnenreihengrabstätten sowie ein- und zweistellige Urnensondergrabstätten. Bürgermeister Klaus Martin Weber schlug vor, sie hinter der Leichenhalle beim Nussbaum zu platzieren. „Wie ist es, wenn jemand in eine Urnenstele soll?“ fragte Ratsmitglied Andreas Schumacher. Fairerweise müsste man dem Wunsch nachkommen. Bisher habe es nur zwei Anfragen gegeben, so Weber. Der Rat sprach sich mit einer Gegenstimme für Urnengräber mit der Größe 70 mal 100 Zentimeter aus. Sie sollen den in der Friedhofssatzung festgelegten Gestaltungsvorschriften unterliegen. Die Kosten für ein Urnengrab legten die Räte einstimmig auf 20 Prozent unter den Kosten für ein Normalgrab fest. Nicht anfreunden konnten sich die Ratsmitglieder mit dem Vorschlag, die Asche in umweltfreundlichem, leicht abbaubarem Material in das Urnengrab zu legen. Nur ein Ratsmitglied war dafür. Der Rat vergab den Auftrag für die Pflastersteine für den Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses für 21 000 Euro. Er stimmte auch dem Angebot für eine Torwand für 846 Euro zu. Wie Weber erläuterte, sei sie durch Spenden schon größtenteils finanziert. Ferner trafen die Ratsmitglieder die Grundsatzentscheidung, für den Platz einen Carport anzuschaffen. Das Forsteinrichtungswerk soll von Landesforsten erstellt werden. Darüber war sich der Gemeinderat einig. Laut Weber wird in diesem zehn Jahre gültigen Schriftwerk festgehalten, wie viel Holz jährlich in dem 115 Hektar großen Wald eingeschlagen und was aufgeforstet werden soll. Weber teilte mit, dass die Verwaltung den ersten Nachtragshaushalt ausnahmslos genehmigt habe. Am 9. Mai (9 bis 10.30 Uhr) werde die Kreiskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ die Gemeinde besuchen. „Alle Bürger sind eingeladen, an der Powerpoint-Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus und dem Rundgang durch den Ort teilzunehmen“, ermunterte er. Mit einer Schweigeminute ehrte der Rat den im Februar verstorbenen Altbürgermeister Kurt Hüther. | urr