Glosse In Reifenberg müssen neue Straßenschilder gleich wieder ausgetauscht werden
„Wunder gibt es immer wieder“, sang vor gut 50 Jahren Katja Ebstein. Fehler gibt es auch immer wieder. Das wissen wir als Zeitung nur allzu gut. Aber auch andere Druckerzeugnisse sind nicht vor Rechtschreibfehlern gefeit. Das zeigte sich vor 20 Jahren schon mal, als in Contwig ein Straßenschild aufgestellt wurde, auf dem Geothestraße stand, weil der Drucker vermutlich den bekannten Düchterfirsten Jahonn Walfgong von Geothe im Kopf hatte.
Es zeigte sich dieser Tage wieder, diesmal in Reifenberg, wo alle Schilder in der sanierten Ortsdurchfahrt erneuert wurden und offenbar nicht in jedem Fall allzu genau auf die korrekte Schreibweise geachtet wurde. Dass es Kellinger Straße heißen muss – zwei Wörter: Geschenkt! Dieser Fehler findet sich schon auf den Schildern, seit es die Straße gibt – fast so lange wie Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“. Aber Kellinigerstraße? Das zweite i ist jetzt wirklich zu viel des Guten. Mittlerweile, so der Reifenberger Beigeordnete Markus Semmet, ist das falsche Schild aber schon ausgetauscht.
Das dürfte auch mit dem neuen Ortsschild passieren, wo kein i zu viel ist, aber zwei Buchstaben zu wenig: ein c und ein h, außerdem ein Bindestrich. Riesweiler gibt es auch, im Bliesgau und im Hunsrück, aber diese Dörfer sind hier nicht gemeint. Markus Semmet hat uns das Foto von diesem Schild gestern mit einem Kommentar geschickt: „Langsam wird in Deutschland das Fachpersonal knapp.“ Dazu zwei Emojis: ein Affe, der sich die Augen zuhält, und ein Smiley, der Tränen lacht. Es sei spaßeshalber gemeint, versichert Semmet und schreibt: „Na ja, kann ja mal passieren.“ Ist es auch – Augen-zuhalt-Affen-Smiley, Tränenlach-Smiley.