Rodalben / Contwig
Imker-Fazit: Schlechtestes Honigjahr seit Jahrzehnten
„Wenige Imker hatten genügend Honig. Was den Ertrag angeht, war es das schlechteste Imkerjahr seit Jahrzehnten“, berichtet Dilger, der Vorsitzende des Imkerverbandes Gräfensteiner Land. Der Cotwiger Hüther besitzt 20 Völker, verteilt auf prädestinierte Standorte rund um Stambach. Seit Kindesbeinen an ist er Hobbyimker. Das Hobby hat er über den Großvater und Vater quasi in die Wiege gelegt bekommen.
Dilger reist mit seinen 50 Völkern durch die gesamte Südwestpfalz, um einen guten Honig zu schleudern. Dieses Jahr ist der Edelkastanienhonig mit Standort Schwanheim von der fachkundigen Jury prämiert worden. Dilger hat darüber hinaus auch an dem vom Deutschen Imkerbund ins Leben gerufenen Pilotprojekt bundesweite Honigbewertung teilgenommen. In der Bewertung heißt es: „Ihr Honig ist rückstandsfrei, es sind keine nachweisbaren Rückstände aus Pflanzenschutz- und Varroabekämpfungsmitteln gefunden worden.“ Dilgers Fazit des Jahres 2021: „Wir hoffen alle auf ein besseres Honigjahr 2022.“
Erstmals bundesweite Honigprämierung
Ziel des Pilotprojekts der bundesweiten Honigprämierung ist die Stärkung der Qualität heimischer Honige und die Steigerung auf internationales Qualitätsniveau. Jeder Mitgliedsverband konnte drei Honiglose einreichen, ein Los bestand aus drei Gläsern zu je 500 Gramm. Es waren ausschließlich Frühjahrstrachthonige zugelassen. Wegen der mageren Ernte konnten nicht alle Verbände teilnehmen. Bewertungskriterien sind Wassergehalt, absteigender Invertase sowie korrekte Sortenbezeichnung. Der erste Preis ging ins Saarland an die Bisttalimkerei von Cornelia Langenfeld und Peter Bartholme-Langenfeld in Wadgassen.