Kreis Südwestpfalz IGS-Schüler müssen Vertrag unterschreiben

Placeholder-Image

Die Integrierte Gesamtschule Contwig (IGS) führt ab dem kommenden Schuljahr einen Erziehungsvertrag zwischen Eltern, Schülern und Schule ein. Weitere Neuerungen wie die Halbtagsklasse plus und die Begabungsförderung stellte Direktor Thomas Höchst am Mittwoch vor.

Wer im kommenden Schuljahr in die fünfte Klasse der IGS Contwig gehen möchte, muss einen Erziehungsvertrag unterschreiben. Als Basis des Vertrages skizziert Höchst, dass jeder Schüler das Recht auf ungestörtes Lernen habe. Ebenso wie jeder Lehrer das Recht auf ungestörtes Lehren habe. Zudem solle die Schulgemeinschaft frei von körperlicher und seelischer Gewalt sein. Erreicht werden soll dies durch Werteerziehung und Pädagogik, die die Konsequenz betont. „Wenn etwas nicht klappt, steht im Vertrag, was den Schüler erwartet“, erläutert Höchst. Die Gefahr, Eltern mit einem solchen Vertrag zu verschrecken sieht er nicht. Im Gegenteil, die IGS sei eine Schule, die ihren Erziehungsauftrag ernst nehme. „Wir machen das, weil wir Erziehungsarbeit leisten“, sagt Dagmar Frank, stellvertretende Schulleiterin. Steffi Theis, Oberstufenleiterin an der IGS kennt den Erziehungsvertrag bereits von einer anderen Schule und hat positive Erfahrungen damit gemacht. Oft seien Eltern dankbar, dass schon etwas schriftlich gefasst sei, worüber sonst erst diskutiert werden müsse. Eine weitere Neuerung an der Contwiger Schule ist die so genannte Halbtagsklasse plus. Derzeit werden die 745 Schüler in 32 Ganztagsklasse und nur zehn Halbtagsklassen unterrichtet. Viele Eltern täten sich schwer, ihr Kind an fünf Tagen die Woche ganztägig beschulen zu lassen. Für diese gibt es nun einen Mittelweg mit der Halbtagsklasse plus, zu der man sich vierteljährlich anmelden kann. „Wir schließen damit eine Lücke zwischen halb- oder ganztags, dazwischen gab es nichts“, so Höchst weiter. Neben dem Halbtagsunterricht sieht die Halbtagsklasse plus einmal pro Woche zehn Stunden Unterricht vor. In der siebten Stunde wird gegessen und Pause gemacht. In der achten Stunde steht Hausaufgabenbetreuung auf dem Programm. Danach kann gewählt werden zwischen Förder-AG für Deutsch oder Mathe oder dem Besuch der Begabungs-AG. Zusätzlich können Eltern ihr Kind auch an anderen Tagen ausnahmsweise betreuen lassen, wenn Sie einen wichtigen Termin haben und diesen etwa eine Woche im Voraus anmelden. Eine weitere Neuerung ist die Begabungsförderung unter dem Titel: „Gemeinsam mit uns ans Ziel!-Abitur 20XX“. Sie sieht vor, für jeden Schüler das Höchstmögliche herauszuholen. „Jedes Kind muss gefördert werden, egal ob Hauptschüler, Realschüler oder Gymnasiast“, fasst Höchst zusammen. Dies soll in Begabungs-AGs in den fünften und sechsten Klassen geschehen, vor allem in Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften. Der Unterrichtsstoff wird mit schwierigeren Aufgaben gestaltet. Das sei ein Glanzpunkt, auf den sich die Kinder die ganze Woche freuten, hat Theis die Erfahrung gemacht. Der Grund: „Die Aufgaben sind anders gestrickt. Sie sind ein Bonbon, das die Kinder bekommen“, so Theis weiter. Die Kinder zeigten sich in diesen AGs ganz anders als im normalen Unterricht. Die Bearbeitung der Aufgaben erfolgt in Freiarbeit. Daher haben die Schüler bei den Übungsaufgaben ihr eigenes Zeitmanagement. „Wir müssen die Schüler dazu bringen, selbstständig zu werden“, betont Höchst. Info Für Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, lädt die IGS Contwig zum Infoabend für künftige Fünftklässer in der Turnhalle ein. Am Samstag, 26. November, ist ab 9.30 der Tag der offenen Tür. Weitere Infos findet man auf der Internetseite der Schule unter igscontwig.de. |anie

x