Kreis Südwestpfalz IGS Contwig: Schulkleidung jetzt freiwillig

Contwig. Nach zehn Jahren Schulkleidung hat die Integrierte Gesamtschule (IGS) Contwig die Schulkleidungspflicht aufgehoben. Den Ausschlag gab eine Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern (wir berichteten am 3. Mai). Das sagte Schulleiter Thomas Höchst im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) sprach sich gegen das verpflichtende Tagen der Schulkleidung aus. 35 Prozent waren zwar grundsätzlich dafür, hatten aber verschiedene Änderungswünsche, und nur 20 Prozent sprachen sich für die Fortführung aus. Die Änderungswünsche, die gut jeder Dritte hatte, seien nicht unter einen Hut zu bringen gewesen, sagt Schulleiter Höchst. Deshalb und auch wegen der hohen Ablehnungsquote habe man sich entschlossen, die Schulkleidungspflicht abzuschaffen – wobei es so war, dass die Schüler die Kleidung tragen sollten, aber nicht mussten. Vor allem ältere Schüler taten dies nicht mehr. Den Hauptgrund für die Ablehnung sieht Höchst darin, dass es in Deutschland keine Kultur für Schulkleidung gebe. „Ich bin nach wie vor ein großer Fan von Schulkleidung“, sagt er jedoch. Daher sei die Schulkleidung weiterhin im Angebot. „Wir möchten Schüler dazu bringen, sich sittlich zu kleiden“, erläutert Höchst. Er wolle zum Beispiel nicht die Unterwäsche seiner Schüler sehen. Gegen den Begriff der Schuluniform wehrt sich der Schulleiter allerdings: Bei der Schulkleidung handele es sich um ein Dutzend verschiedene Modelle. So gebe es etwa blau-weiße Sweatshirts, T-Shirts, Hemden sowie Westen und Kapuzenpullis. |anie