Contwig
IGS Contwig halbiert ab 4. Mai die Klassen
Die Klassen neun bis zwölf sollen ab 4. Mai wieder an der IGS unterrichtet werden – allerdings in getrennten Gruppen. „Wir halbieren die Klassen. Das heißt, dass im wöchentlichen Wechsel die eine Hälfte der jeweiligen Klasse kommt und in der nächsten Woche die andere“, erklärt Schulleiter Höchst. Die Schüler, die zu Hause sind, haben allerdings nicht frei, sie bekommen wie bereits vor den Osterferien Unterrichtsmaterial übers Internet gestellt. Laut Höchst sind dann pro Tag rund 160 Schüler im Gebäude und auf dem Pausenhof. Die Schüler der fünften bis achten Klasse bekommen weiterhin Heimunterricht.
In den Pausen sollen die Lehrer darauf achten, dass die Schüler auf dem Hof den gegenseitigen Abstand von eineinhalb Metern einhalten. „Wenn sich ein Schüler nicht daran hält, dann wird er erst ermahnt, im nächsten Schritt wird ihm angedroht, dass er am kommenden Schultag zu Hause bleiben muss“, so Höchst. Auch für die Toiletten gibt es gesonderte Regeln. „Es wird auch eine Toilettenaufsicht geben, die darauf achtet, dass maximal zwei Schüler gleichzeitig auf der Toilette sind“.
In den Klassensälen sollen die Tische ebenfalls eineinhalb Meter auseinanderstehen, zudem sollen pro Saal maximal 15 Schüler gleichzeitig unterrichtet werden. Reicht das nicht aus, wird die bereits halbierte Klasse noch mal getrennt und in zwei Klassensälen unterrichtet. „Die Räume haben auch Desinfektionsmittel-Spender. Jeder Schüler, der reingeht, muss sich die Hände desinfizieren“, sagt der IGS-Rektor. Eine Maskenpflicht im Unterricht sei bis gestern Mittag noch kein Thema gewesen, lediglich in den Pausen und im Bus sollen die Schüler eine tragen.
Höchst ist indes zuversichtlich, dass sein System für den Unterricht an der IGS aufgeht. „Wichtig ist, den Schülern den Sinn zu erklären, warum wir das alles machen“, findet der Schulleiter. Zudem sei es einfach besser, Präsenzunterricht in der Schule abzuhalten, anstatt alle Materialien übers Internet zur Verfügung zu stellen. „Die Heimunterrichts-Qualität ist sehr unterschiedlich. Gerade Schüler aus bildungsschwächeren Haushalten können dadurch zurückfallen“, befürchtet Höchst. Wie das erarbeitete Unterrichtssystem am Ende funktioniert, könne wie immer aber nur die Praxis zeigen. „Wir fahren mit unserer Schule aktuell dreigleisig. Da gibt es den Präsenzunterricht, den Heimunterricht und die Notbetreuung“, so der Schulleiter. Letztere sei bisher von zwei Schülern besucht worden, der IGS-Rektor geht aber davon aus, dass die Schülerzahl ansteigen wird, sobald ein Teil des Unterrichts wieder im Schulgebäude stattfindet. Die letzten Wochen waren für Höchst sehr stressig: „Wenn ich ehrlich bin: Nicht nur meine Tage, sondern auch meine Nächte sind mit Gedanken an die Schule belastet.“