Kreis Südwestpfalz „Hund hätte betäubt werden müssen“

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Wenn der Hund, der am Samstag in Kaiserslautern von einem Polizisten erschossen wurde, rechtzeitig betäubt worden wäre, hätte er niemanden anfallen können und nicht getötet werden müssen, so die Meinung von Tierfänger Erwin Schablowski aus dem Lauterer Stadtteil Erlenbach.

Wie berichtet, ist der Hund der Rasse Rhodesian Ridgeback am Samstag vom Gelände eines Autohandels in der Pariser Straße ausgebüxt und hat zunächst einen Radfahrer angefallen. Anschließend attackierte er eine Mitarbeiterin der Tierrettung des Tierschutzvereins Kindsbach und eine Polizistin. Als er einen Polizisten angriff, erschoss dieser den Hund. Schablowski, der seit langer Zeit ehrenamtlich als Tierfänger unterwegs ist, zuletzt die entlaufene Kuh Johanna betäubte und auf einen Gnadenhof brachte, erklärte auf Anfrage der RHEINPFALZ, er habe 30 Jahre für die Stadt Tiere betäubt, in den 30 Jahren habe noch keines erschossen werden müssen. Der Polizist habe zwar keine andere Wahl gehabt, als den angreifenden Hund zu erschießen; allerdings hätten Tierrettung oder Polizei umgehend einen Tierfänger alarmieren können, der hätte genügend Zeit gehabt, um den Hund zu betäuben. „Das ist die einfachste Sache der Welt“, betonte der Fänger. Ein Hund, der narkotisiert werde, bleibe sofort stehen und schlafe innerhalb weniger Minuten ein. Wie Schablowski ausführte, darf er nach längerem Gerangel mit der Stadt weiter Tiere narkotisieren. Das Ordnungsamt habe jedoch der Feuerwehr und der Polizei mitgeteilt, dass er nicht mehr angerufen werden dürfe, weil die Stadt auf eine Tierärztin zurückgreife, die betäuben könne. „Ich muss das nicht machen. Aber die Stadt muss gewährleisten, dass ein Narkotiseur erreichbar ist und schnell kommt“, betonte Schablowski. Der erschossene Hund hat nach seinen Worten angegriffen, weil er sich bedrängt gefühlt habe. Wenn er mehrfach ausgebüxt sei, hätten die Behörden dafür sorgen müssen, dass er nicht mehr an den Halter zurückgegeben werden darf. |dür

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