Kreis Südwestpfalz Homburg: Metallfirma Schmiedag schließt im Dezember

Zum Jahresende stellt die Schmiedag GmbH im Gewerbegebiet An der Remise an der Bexbacher Straße in Homburg-Erbach ihren Betrieb ein. Wie die Gewerkschaft IG Metall gestern mitteilte, habe sie dem Betriebsrat dabei geholfen, einen Sozialplan für die 35 Beschäftigten zu erreichen, die von der Standortschließung zum 31. Dezember 2017 betroffen sind. In Homburg produziert die Schmiedag vor allem Exzenterwellen für die Autoindustrie. Laut IG Metall kann der Sozialplan neben der Zahlung von Abfindungen die Arbeitslosigkeit der Betroffenen zwar nicht gänzlich vermeiden, aber deutlich verzögern: Alle Beschäftigten könnten in eine zwölfmonatige Transfergesellschaft wechseln, um sich beruflich neu zu orientieren. Drei Arbeitnehmer hätten das Angebot erhalten, zu den Stahlwerken Bous zu wechseln, die ebenso wie die Schmiedag zum Stahlkonzern Georgsmarienhütte (GMH) gehören. „Vor allem der Betriebsrat hat dabei einen richtig guten Job gemacht und den Facharbeitern die Chance auf neue Perspektiven ermöglicht“, meinte gestern Martin Zimmer von der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Die Schmiedag habe am Standort Homburg „bereits seit Jahren erhebliche Verluste eingefahren“; die Gewerkschaft habe seit 2013 bemängelt, dass sich die Schmiedag neben den Exzenterwellen kein zweites wirtschaftliches Standbein aufbaue.