Kleinbundenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Hinter einem alten Bauernhof entstehen 18 kleine Häuschen, die ältere Menschen mieten können

Die ehemalige Gaststätte Maurer in der Hauptstraße 13 wird zu altersgerechten Wohnungen umgebaut. Auf dem Gelände des früheren B
Die ehemalige Gaststätte Maurer in der Hauptstraße 13 wird zu altersgerechten Wohnungen umgebaut. Auf dem Gelände des früheren Bauernhofs entstehen zudem 18 kleine Häuser, die ältere Menschen mieten können. Die alte Scheune wird umgebaut für eine Pflegeeinrichtung.

18 kleine Häuser für ältere Menschen und dazu zentral eine Pflegeeinrichtung, die man dann nutzen kann, wenn man sie braucht – das soll in den nächsten drei Jahren in Kleinbundenbach auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Maurer in der Hauptstraße entstehen. Gedacht sind die Miethäuser für Menschen, die sagen: „Ich zieh’ noch einmal um, dann will ich an einem Ort bleiben.“

„Kleine Häuser, in denen man so lange wie möglich allein leben kann“ – so beschreibt Gernot Jakobi die Häuser. Der Käshofer ist Geschäftsführer der Christophorus Wohnheime Genossenschaft, die die Häuser bauen und vermieten möchte. Derzeit wird das alte Wirtshaus umgebaut, wo Wohnungen entstehen. Dann kommt die alte Scheune an die Reihe. Dort soll eine Pflegeeinrichtung einziehen.

Deren Leistungen können die Mieter je nach Bedarf dazubuchen, von Dienstleistungen wie Einkaufen und Putzen bis hin zur Tagespflege. Die Genossenschaft will sich hier an bestehende Einrichtungen wenden und die Leistungen nicht selbst anbieten. Pflegedienste gebe es ja schon, „was fehlt, sind die Häuser drumherum“, erläuterte Jakobi am Donnerstag dem Verbandsgemeinderat. Der Rat half, das Projekt auf den Weg zu bringen, indem er zustimmte, den Flächennutzungsplan zu ändern.

„Altersgerechtes Wohnen ,In den Gärten’“ heißt das Projekt, das Gernot Jakobi im Januar auch schon dem Gemeinderat Kleinbundenbach vorgestellt hatte. An den Plänen habe sich nicht viel geändert, sagte er am Freitag im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Die Häuser würden aber etwa zehn Quadratmeter größer, als am Jahresanfang geplant – die größten 85 Quadratmeter. Sie seien relativ hoch, aber ohne Zwischendecke, damit ein Raumgefühl entsteht. Eine zweite Decke könne man aber einziehen, wenn noch Platz gebraucht würde. „Die Häuser sollen individuell gebaut werden, sie werden nicht identisch sein“, hatte Jakobi im Januar gesagt.

Die Miete soll 6,50 Euro pro Quadratmeter kosten, sagte Jakobi am Donnerstag im Verbandsgemeinderat auf Nachfrage von Anna Metz (Grüne). Alle Häuser werden behindertengerecht. „Sie können in diesen Häusern wohnen bis zum Schluss“, sagte der Geschäftsführer. Gedacht seien sie für ältere Leute, die noch einmal umziehen, aber dann an diesem Ort bleiben möchten. Die Häuser und Wohnungen werden nur vermietet, nicht verkauft.

Wegen der Corona-Krise liege man mittlerweile ein halbes Jahr hinter dem im Januar genannten Zeitplan, sagte Jakobi am Freitag. An dem Wunsch, dass 2022 alles fertig ist, hält er dennoch fest. Mit einem Lachen sagte er: „Und wenn es der 31. Dezember ’22 wird.“

x