Kreis Südwestpfalz Hilfen für Arbeitslose

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Rund 500 000 Euro für Beschäftigungsmaßnahmen des Jobcenters, für die Planung der Renaturierung der Felsalb zwischen Walshausen und Kirschbachermühle und für Physikgeräte an der Daniel-Theysohn-IGS Waldfischbach-Burgalben gab der Kreisausschuss gestern Mittag frei. Und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land darf die in Contwig freigewordenen Schulcontainer kostenlos übernehmen (wir berichteten gestern).

Der Landkreis hatte vor Kurzem die Klassensaalcontainer, die in Contwig Schüler der Integrierten Gesamtschule beherbergten, zum Kauf angeboten und auch die Verbandsgemeinden, die Schulen sanieren wollen, angeschrieben. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land will die Grundschule in Dellfeld sanieren. Während der Sanierung müssen die Schüler ausgelagert werden. Deshalb hatte sie Interesse an den in Contwig frei werdenden Schulcontainern angemeldet. Dort werden nach den Schulferien die Klassensäle im Neubau bezogen, bis dahin sollen die Container abtransportiert sein. Sie waren 2012 vom Kreis gekauft und in Betrieb genommen worden und haben noch einen Restwert von rund 40 000 Euro. Dem Kreis lag ein Angebot einer Fachfirma über rund 54 000 Euro für den Abbau und den Abtransport vor. Würden die Container in das Eigentum der Firma übergehen, würde sie sie kostenlos abbauen. Die Verbandsgemeinde soll die Container umsonst erhalten, da der Kreis sie nicht schlechter stellen wolle als die Fachfirma, wie der erste Beigeordnete Peter Spitzer erklärte, der die in Mainz weilende Landrätin Susanne Ganster vertrat. Allerdings müsse sie die Container fristgerechet und auf eigene Kosten abbauen und abtransportieren. Der Kreisausschuss stimmte zu. Bereits 2008 hatte der Kreistag die Renaturierung der Felsalb zwischen Walshausen und der Kirschbachermühle beschlossen. Zwischen 2013 und 2016 hatte ein Büro mit der Planung begonnen, aber Ende des Jahres 2017 seinen Betrieb eingestellt. Der Kreisausschuss vergab die noch ausstehenden Planungsleistungen an das Nachfolgebüro, Herzog und Partner aus Wörth. Sie sollen die Genehmigungsplanung anpassen und dann auch die Bauleitung übernehmen. Rund 30 000 Euro Honorar erhalten die Planer, die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 400 000 Euro. Spitzer zog mit Blick auf die Arbeitsmarktdaten eine positive Bilanz. Trotz eines leichten Anstiegs bei den Langzeitarbeitslosen sei erfreulich, dass die Zahl der Bedarfsgemeinschaften weiter zurückgeht. Momentan sind es im Kreis 1358, 180 weniger als vor einem Jahr. Rund 242 000 Euro genehmigte der Kreisausschuss für eine Verlängerung der Maßnahme „Wege in den Arbeitsmarkt“. Dabei sollen Arbeitslose beim Internationalen Bund durch Einzeltraining (30 Plätze) oder praktische Erprobung (zehn Plätze) fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. Bislang hatten 71 Teilnehmer an dem Programm teilgenommen, rund 20 Prozent seien vermittelt worden. Ebenfalls verlängert wurde eine Maßnahmenkombination, mit der unter 25-Jährige beruflich eingegliedert werden sollen oder bis zu 35-Jährigen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz geholfen wird. Die Maßnahme trägt eine Tochter der Handwerkskammer. 20 Teilnehmerplätze kosten 177 000 Euro. Zuletzt sei es gelungen, zwei Teilnehmern eine Ausbildungsstelle zu vermitteln, zwei fanden eine Arbeitsstelle, sechs weiteren wurden weitere Integrationsangebote unterbreitet. Die Ausgaben übernimmt jeweils der Bund. Rund 48 000 Euro bewilligte der Kreisausschuss zum Kauf von Geräten für den Physikunterricht in der Oberstufe der IGS Waldfischbach-Burgalben.

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