Waldfischbach-Burgalben
Helle-Röder-Straße sechs Monate früher fertig
Das größte Kompliment kam wohl vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative Helle-Röder-Straße, Ottmar Röhrig. Er habe seiner Frau angekündigt, dass er demnächst mal einen Tag lang die Straße auf- und abfahren werde, so schön sei sie geworden, sagte Röhrig lachend. Es sei eine Freude gewesen, den Mitarbeitern der Baufirma Ömer Halici bei der Arbeit zuzuschauen. Die Bürgerinitiative werde sich demnächst bei einem Essen auflösen, kündigte er an. Einen Wunsch haben die Anlieger noch: Tempo 30.
Gegründet wurde die BI, weil die erste Planung den Anliegern nicht gefallen hatte. 2014 gab es einen Bürgerentscheid, aus dem die neue Planung hervorging. Im April 2019 begann der Ausbau. In drei Abschnitten wurde die 470 Meter lange Straße auf einer Breite von neun Metern inklusive Gehwege ausgebaut, rekapitulierte Carina Klein von der VG-Bauabteilung, der neben Klaus Heinz, dem Polier der Baufirma, und Ingenieur Harald Krupp das größte Verdienst für den reibungslosen Ausbau zugesprochen wurden. Bei der VG gab es während der Bauphase nicht eine Beschwerde. Ohne seine Mannschaft, die wie ein Uhrwerk funktioniert habe, wäre das nicht machbar gewesen, hob Heinz die Teamleistung hervor. Sein Chef, Kudret Halici, unterstrich, dass alle Beteiligten – von den Gemeindewerken über Nahwerk bis zur Verbandsgemeinde – perfekt zusammengearbeitet hätten. Die sechs Monate frühere Fertigstellung sei gelungen, obwohl es sogar Mehrarbeit von sechs Wochen für ungeplante Kabelarbeiten gegeben habe, würdigte Harald Krupp die Leistung.
Schnell und gut
Die Firma komme gerne wieder, sagte Kedrut Halici. Sollte sie mal den Firmensitz verlegen wollen, „melden Sie sich, wir finden für Sie bei uns einen Platz“, sagte Verbandsbürgermeister Lothar Weber lachend. Waldfischbach-Burgalbens Bürgermeister Michael Oestreicher stellte fest: „Es gibt Firmen, die arbeiten schnell, aber schlampig. Es gibt Firmen, die arbeiten gut, aber langsam. Ihr seid schnell und gut.“
Die Gemeinde ist mit 1,2 Millionen Euro für Straßenbau, Beleuchtung und einem Leerrohrsystem, um Glasfaser für DSL einblasen zu können, am Ausbau beteiligt. Teilweise finanziert über wiederkehrende Beiträge. Die Nahwerk GmbH baute für 100.000 Euro das Nieder- und Mittelspannungsnetz aus. Die Gemeindewerke investierten 300.000 Euro ins Wasserleitungsnetz, und 550.000 Euro kosteten die Kanalarbeiten, die die Verbandsgemeindewerke in Auftrag gegeben hatten. Es sei das größte Projekt der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben der vergangenen fünf Jahre, das jetzt beendet wurde, erinnerte Weber.