Wallhalben
Haushalt: Wallhalben plant ohne Luxus – Lücke wächst trotzdem
Der Haushaltsplan 2026 enthält keine Luxusausgaben, betonte Ortsbürgermeister Peter Sprengart. Gleichzeitig bedauerte er, dass einige Vorhaben noch mit einem Fragezeichen versehen sind, weil unklar ist, in welcher Höhe Förderungen kommen.
Für den geplanten Teilausbau der Gartenstraße – im Bereich der ehemaligen Bäckerei Leiner und der Dorfkirche, wo das Kopfsteinpflaster entfernt werden soll – sind 25.000 Euro für die Fachplanung angesetzt. Für den restlichen Ausbau der Hofstattstraße stellt die Gemeinde 80.000 Euro inklusive Planungsanteil bereit. Beim bereits erfolgten Ausbau der Schulstraße wird die Schlussrechnung im Frühjahr erwartet. Hierfür sind 20.000 Euro eingeplant.
Busbahnhof, Straßen, LED – und ihre Finanzierung
Für den Ausbau des barrierefreien Busbahnhofs an der Wallhalbbrücke, die der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im kommenden Jahr erneuern will, hat die Gemeinde einen Betrag von 125.000 Euro eingeplant. Die Sanierung der Mauer an der alten Dorfschule in der Zweibrücker Straße ist mit 10.000 Euro berücksichtigt. Weitere 25.000 Euro sind für Maßnahmen am gemeindlichen Bauhof vorgesehen, der in den Bereich des Wertstoffhofs verlegt wurde. Davon sollen eine Abwasserpumpe für die Toilettenanlage, die Oberflächenentwässerung und eine geeignete Toranlage finanziert werden. Die Umrüstung weiterer Dorflampen auf die kostensparende LED-Technik ist mit 16.000 Euro kalkuliert.
Bei mehreren Baumaßnahmen rechnet die Gemeinde mit Landeszuschüssen: für den Ausbau der Schulstraße mit 13.800 Euro, für den weiteren Teilausbau der Hofstattstraße mit 8300 Euro und für die Arbeiten am Busbahnhof mit rund 120.000 Euro. Für die LED-Umstellung werden 1000 Euro erwartet, aus den wiederkehrenden Beiträgen zur Straßenerneuerung erhält die Gemeinde 42.000 Euro. Zur Deckung der Gesamtinvestitionen muss vorsorglich ein Investitionskredit von 150.000 Euro berücksichtigt werden.
Haushaltszahlen im Überblick
Ein Teil der Gemeinde-Einnahmen fließt an übergeordnete Ebenen. So zahlt Wallhalben bei einem Hebesatz von 48 Prozent rund 583.000 Euro als Kreisumlage an den Landkreis. Die Umlage an die Verbandsgemeinde beträgt bei einem Hebesatz von 29,4 Prozent etwa 357.000 Euro. Beim Kindergarten fallen Personalkosten von 1,1 Millionen Euro an. Zu den laufenden Ausgaben zählen neben dem Betrieb von Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten auch Friedhofspflege, Straßenunterhaltung, allgemeine Energie- und Personalkosten sowie der Bauhof.
Dem stehen erwartete Einnahmen aus der Grundsteuer für Baugrundstücke und landwirtschaftliche Flächen von 135.000 Euro, aus der Gewerbesteuer von 200.000 Euro und aus dem Anteil an der Einkommensteuer von 527.000 Euro gegenüber. Hinzu kommen Kostenerstattungen der Nachbargemeinden für Kinder, die den Wallhalber Kindergarten besuchen.
Finanzlücke im Haushalt 2026 wächst
Trotz ausgeschöpfter Einnahmequellen ergibt sich im Ergebnishaushalt 2026 ein Fehlbetrag von 171.000 Euro – 48.000 Euro mehr als die Finanzlücke des Jahres 2025. Diese Verfehlung des Ziels eines ausgeglichenen Haushalts zeige die unzureichende Finanzausstattung der Gemeinden durch Land und Bund, stellte der Ortsbürgermeister Sprengart enttäuscht fest.
Kritik äußerte er auch am Regionalen Zukunftsprogramm Rheinland-Pfalz. Der bürokratische Aufwand sei zu hoch, bislang habe keine Maßnahme starten können. Das motiviere niemanden, der sich für ein lebendiges Gemeindeleben einsetzt.