Impfungen
Hausärzte machen Tempo

Seit Ostern können auch niedergelassene Ärzte in ihren Praxen impfen. In der Regel sind dies Hausärzte, aber auch Kinderärzte und Gynäkologen bieten Impfungen an. Inzwischen wurden in Rheinland-Pfalz über 454.000 Menschen in Praxen geimpft, wie die Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz ausweist. In Pirmasens sind es 5109 und im Landkreis 11.138 Erstimpfungen (Stand Freitag). Mit Impfquoten von 12,7 und 11,75 Prozent liegen Stadt und Kreis im landesweiten Vergleich im oberen Feld. Zum Vergleich: In Zweibrücken liegt die Impfquote bei 10,18 Prozent, in Kaiserslautern bei 8,9 und Landau bei 7,99 Prozent. Im Landkreis Südliche Weinstraße lag sie bei 8,37 Prozent, im Kreis Kaiserslautern bei 10,18 Prozent. Dieser Trend setzt sich fort bei den Zweitimpfungen, die gerade angelaufen sind. Allerdings: Der Blick auf Impfquoten ist nur eine Momentaufnahme.
Engpass Impfstoff
Wie viele Patienten in Praxen geimpft werden können, hängt letztlich von der Zuweisung der Impfstoffe ab. Diese erfolgt über das Bundesgesundheitsministerium und wird Woche für Woche festgelegt. In der kommenden Woche stellt der Bund etwa 2,7 Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereit: rund 1,6 Millionen von Biontech, etwa 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und etwa 600.000 von Astrazeneca. Sie werden dem Apotheken-Großhandel übergeben, der sie an die Apotheken ausliefert. Diese versorgen niedergelassene Ärzte. Die Ärzte melden zuvor ihren Bedarf bei ihrer Apotheke an; dafür gibt es Obergrenzen. Nicht immer erhalten sie die bestellte Menge. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weist darauf hin, dass die Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt abhänge. Dies gilt auch dann, wenn die Bestellmenge nicht begrenzt sei, also derzeit beim Impfstoff von Astrazeneca.
