Hauenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Hauenstein soll mehr Stellen in Verwaltung besetzen

Im Hauensteiner Rathaus soll sich einiges ändern.
Im Hauensteiner Rathaus soll sich einiges ändern.

Die lange angekündigte Personalbedarfsanalyse, die die Kommunalberatung im Auftrag der Verbandsgemeinde Hauenstein angefertigt hat, liegt vor, teilte Bürgermeister Patrick Weißler auf Anfrage mit. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung am Dienstagabend soll der zweite Schritt folgen: Dann soll der VG-Rat den Auftrag für eine Organisationsanalyse beschließen.

Wie der Verwaltungschef im Gespräch mit der RHEINPFALZ erläuterte, habe die beim Gemeinde- und Städtebund angegliederte Kommunalberatung die Personalbedarfsanalyse Ende März geliefert. Die Untersuchung, für die die VG-Kasse bisher 8500 Euro überwies, komme zu dem Ergebnis, dass in der Verwaltung ein Mehrbedarf an Stellen besteht. Eine genaue Anzahl wollte Weißler nicht nennen. Der Mehrbedarf bewege sich „im unteren einstelligen Bereich“. Über die Ergebnisse habe er Fraktionssprecher und Ratsmitglieder, Personalrat und Personal informiert. Die Zahlen müssten nun in einen neuen Stellenplan münden, der der Kommunalaufsicht vorzulegen sei und von ihr genehmigt werden müsse.

Blick von außen

Jetzt soll der „große Aufriss“ folgen, wie es Weißler nennt. Die Kommunalberatung werde beauftragt, für rund 18.000 Euro eine Organisationsanalyse zu erstellen, die das Gefüge und die inneren Abläufe in der Verwaltung unter die Lupe nimmt. „Wichtig ist uns der Blick von außen auf unsere Verwaltung, damit wir sie so aufstellen können, dass wir Ende 2022, wenn die Landesregierung über den weiteren Bestand der VG Hauenstein entscheiden wird, auf eine effiziente und modern aufgestellte Verwaltung verweisen können“, sagte der Bürgermeister. Man nehme hier professionelle Hilfe an und erwarte nun eine deutliche Effizienzsteigerung. Ein Zeitfenster für die erweiterte Aufgabe der Kommunalberatung vermochte Weißler nicht zu nennen.

Ein Fachbereich weniger

Alle Prozesse in der Verwaltung gingen nun einher mit der Beratung. Die Kommunalberatung baue ihre Arbeit unter anderem auf Mitarbeiterbefragungen und einer stringenten Aufgabenanalyse auf. Es zeichnet sich bereits ab, dass die fünf Fachbereiche um einen reduziert werden: So wird im Rathaus überlegt, den technischen Bereich der Werke künftig unter das Dach der Bauabteilung zu schieben und den Finanzbereich der Werke in die Finanzabteilung der Werke zu integrieren. Gesprächsbedarf sieht Weißler auch beim Ordnungsamt, das organisatorisch und eventuell personell anders aufgestellt werden soll. Das solle unter anderem mit den Ortsgemeinden abgesprochen werden.

Die abgeschlossene Personalbedarfsanalyse und die zu beauftragende Organisationsanalyse sind Teil jener Debatten, die im Verbandsgemeinderat Hauenstein seit April vergangenen Jahres geführt werden: Damals war eine Wiederbesetzungssperre verfügt und aus dem Rat gefordert worden, dass in der Verwaltung „alles auf den Prüfstand“ müsse. Der damalige Bürgermeister Werner Kölsch hatte in jener Sitzung in der Wilgartswiesener Falkenburghalle ein Gutachten von der Kommunalberatung ankündigt, das zum 30. September vorliegen sollte. Von diesem umfänglichen Gutachten war spätestens seit Jahresbeginn allerdings nicht mehr die Rede.

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