Kreis Südwestpfalz Handbetrieb kommt bald aufs Abstellgleis

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Das handbetriebene Stellwerk am Bahnhof Waldfischbach ist ein Auslaufmodell. Nächstes Jahr beginnt die Umrüstung aller noch mechanisch betriebenen Weichen und Signale auf den Bahnstrecken zwischen Pirmasens und Kaiserslautern (Biebermühlbahn) sowie zwischen Zweibrücken und Landau (Queichtalbahn). Fahrgäste müssen mit Unannehmlichkeiten rechnen.

Wie Regina Marusczyk, Sprecherin der Deutschen Bahn (DB), auf Anfrage mitteilt, werden die bislang von Personen über Hebel und Seilzüge betätigten Anlagen künftig vom neuen elektronischen Stellwerk „Südliche Pfalz“ in Neustadt aus gesteuert. Neben Waldfischbach betrifft dies Schopp, Pirmasens Hauptbahnhof, Annweiler, Wilgartswiesen und Dellfeld. Bis Ende 2018 soll die Modernisierung abgeschlossen sein. In der ersten Baustufe, die nächstes Jahr beginnt, sollen die Bahnhöfe zwischen Hinterweidenthal und Zweibrücken sowie Pirmasens und Waldfischbach umgerüstet werden. Hierfür seien umfangreiche Arbeiten zum Aufstellen neuer Signale und Verlegen von Kabeln notwendig, für die zeitweise der Zugverkehr unterbrochen und durch Busse ersetzt werde, sagt Marusczyk. In der zweiten Baustufe werden bis Ende 2018 dann die Bahnhöfe Schopp, Wilgartswiesen und Annweiler sowie ferner Winden und Kandel ebenfalls ins neue elektronische Stellwerk „Südliche Pfalz“ integriert. Die Höhe der Investitionen beziffert die Sprecherin auf 25 Millionen Euro. Die Fahrdienstleiter, die bislang noch für die Bedienung der mechanischen Anlagen vor Ort zuständig sind, sollen künftig ins neue Stellwerk Neustadt wechseln. Vom Stellwerk Waldfischbach aus werde bis dato nur der örtliche Bahnhof mit seinen Weichen und Signalen bedient sowie in Abstimmung mit den benachbarten Bahnhöfen der Zugverkehr auf freier Strecke geregelt. Der Bahnübergang Moschelmühle werde vom Waldfischbacher Fahrdienstleiter nicht bedient, erläutert Marusczyk. Und eine Wiedererrichtung eines Haltepunkts in Burgalben sei nicht geplant. (ow)

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