WALDFISCHBACH-BURGALBEN RHEINPFALZ Plus Artikel Hallenbad bleibt vorerst geschlossen

Kein Wasser, keine Badegäste: Mindestens bis zum Jahresende sind die Handwerker wohl im Hallenbad in Waldfischbach-Burgalben zug
Kein Wasser, keine Badegäste: Mindestens bis zum Jahresende sind die Handwerker wohl im Hallenbad in Waldfischbach-Burgalben zugange. Unter anderem, um den Brandschutz auf den geforderten Stand zu bringen.

Schlechte Nachrichten für begeisterte Schwimmer, Freunde der Aqua-Gymnastik und den Schulsport: Das Hallenbad in Waldfischbach-Burgalben kann vorerst nicht geöffnet werden. Das liegt aber nur bedingt an der Corona-Pandemie.

In erster Linie verzögern sich die notwendigen Arbeiten, um den Brandschutz an gesetzliche Anforderungen anzupassen. Diese Arbeiten sind umfangreicher als ursprünglich erwartet. So ist zwar derzeit kein Wasser im Becken, es herrscht aber dennoch rege Betriebsamkeit im Schwimmbad. Seit Beginn der Freibadesaison in Heltersberg gehen die Handwerker im Hallenbad in Waldfischbach-Burgalben ein und aus. „Wir versuchen alles, um über Winter das Schwimmen im Hallenbad zu ermöglichen“, hatte Verbandsbürgermeister Lothar Weber (SPD) erklärt. Es würden große Anstrengungen unternommen, um auch in schwierigen Zeiten Schwimmspaß möglich zu machen.

Corona-Konzept ist bereits abgestimmt

Ein Corona-Hygienekonzept, das den Badebetrieb ermöglicht hätte, war bereits mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Es hätte dafür noch der Installation einer zusätzlichen Dusche bedurft. Ein durchaus machbares Unterfangen. Daher war man optimistisch, das der Schwimmbadbetrieb Mitte Oktober unter den abgestimmten Hygieneregeln starten kann. Doch das funktioniert nun nicht. „Die Arbeiten zur Sanierung des Sportzentrums Bruchwiesen in Waldfischbach-Burgalben dauern an. Das Hallenbad der Verbandsgemeinde im Sportzentrum kann daher vorerst nicht in Betrieb gehen“, teilt Frank Riedinger von der Verbandsgemeindeverwaltung mit.

Die Arbeiten, um den Brandschutz im Sportzentrum, zu dem neben dem Hallenbad auch die direkt angeschlossene Bruchwiesenhalle gehört, auf den geforderten Stand zu bringen, laufen bereits seit geraumer Zeit. 550.000 Euro kostet das die Verbandsgemeinde. „Während der Arbeiten hat sich zusätzlicher Sanierungsbedarf ergeben“, erläutert Riedinger. Unter anderem musste die Lüftungsanlage geprüft und gereinigt sowie das Brandschutzkonzept geändert werden. Brandwandabschnitte müssen verschoben, eine Feuermeldeanlage muss installiert werden. Zudem hat sich gezeigt, dass an den elektrischen Leitungen und der Beleuchtung über dem Beckenbereich Sanierungsarbeiten notwendig sind. Der Zeitplan für die Arbeiten, die bis Mitte Oktober abgeschlossen sein sollten, konnte daher nicht mehr eingehalten werden.

Frühestens Anfang 2021 geöffnet

Neben dem Mehraufwand haben die Corona-Pandemie und Einschränkungen bei den Firmen, die teils sehr gut ausgelastet sind und nicht genügend Fachkräfte beschäftigen können, zu zeitlichen Verschiebungen geführt. Corona-bedingt kam es auch zu Verzögerungen bei der Lieferung von benötigtem Material. Es werde aber alles getan – auch von Firmenseite –, um die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen, so dass das Hallenbad in dieser Wintersaison noch genutzt werden kann. Nach derzeitigen Prognosen dürfte das aber frühestens Anfang nächsten Jahres der Fall sein.

Dass das Hallenbad jetzt nicht öffnen kann, sei umso bedauerlicher, da die Freibadesaison ein großer Erfolg gewesen sei und alle – inklusive der Badegäste – dazu beigetragen hätten, dass es auch in schwierigen Zeiten ein echtes Badevergnügen gab, bedauert die Verwaltung.

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