Kreis Südwestpfalz Grundschule Thaleischweiler, 66917 Wallhalben
Die Grundschüler in Thaleischweiler-Fröschen werden das nächste Schuljahr möglicherweise in der Realschule plus in Wallhalben unterrichtet. 170 Kinder wären betroffen. Die endgültige Entscheidung soll in den nächsten zehn Tagen fallen, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Für Mittwoch ist ein Elternabend an der Grundschule geplant.
Für Bürgermeister Peifer ist ein Umzug nach Wallhalben für ein Jahr die ideale Lösung. Denn in Thaleischweiler stehen ab den Sommerferien umfangreiche Arbeiten an. Die komplette Schule wird umgebaut und bekommt einen Anbau. Ein Umzug wäre billiger, als den Firmen aufzutragen, morgens während der Unterrichtszeit nicht zu arbeiten. Oder man müsste Lärm und Schmutz in Kauf nehmen, und im schlimmsten Fall könnte einem Kind etwas auf der Baustelle passieren. Oder ganz schlicht: „Sie wissen ja, wie das ist, sobald da draußen ein Bagger am Arbeiten ist, rennen die Kinder ans Fenster.“ Mit einem Umzug wären sowohl die Bauarbeiten in Thaleischweiler als auch ein geregelter Schulbetrieb einfacher hinzubekommen, findet Peifer. „Es sieht so aus, als könnte das was werden“, sagte der Bürgermeister. Gespräche mit dem Kreis und der Schule habe es bereits gegeben, aber eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. „Der Teufel liegt im Detail“, sagt Peifer. So gebe es einige Dinge abzusprechen und zu regeln, vom Hausmeister über das Essen für die Ganztagsschule und die Nutzung der Räume bis zum Schülertransport. Aber er sagt: „Wir wollen das schon angehen.“ Auch Schulleiter Bernd Schatzmann „würde diesen Weg mitgehen“, sagt Peifer. Für Mittwochabend ist eine Elternversammlung in der Turnhalle geplant. In zehn Tagen soll die Entscheidung getroffen sein, ob der Umzug kommt oder nicht. Denn die Zeit drängt etwas: Am 16. Juli gibt es Ferien, am 29. August beginnt das neue Schuljahr. Dann würden die Kinder schon in Wallhalben unterrichtet werden. Die Realschule plus in Wallhalben gehört dem Landkreis. Dass es Überlegungen gibt, die Schüler der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen während der Umbauphase in Wallhalben zu unterrichten, bestätigt auch Kreis-Sprecherin Ulla Eder. Laut Schulentwicklungsplan werden es im nächsten Schuljahr rund 170 Kinder sein. Zum Schulbezirk gehören neben Thaleischweiler-Fröschen auch Höhfröschen und Petersberg und ab dem neuen Schuljahr voraussichtlich Höheischweiler. Da noch nichts endgültig entschieden ist, gibt es laut Ulla Eder auch noch keine Planungen hinsichtlich der Schülerbeförderung. Die Entscheidung, ob und wohin die Schüler ausgelagert werden, sei Sache des Schulträgers, also der Verbandsgemeinde, sagen sowohl Eder als auch Helmut Schröer, bei der Schulaufsicht in Neustadt Referatsleiter für die Grundschulen. Schröer kommt aus Saalstadt und war bis 2002 selbst Leiter der Wallhalber Regionalschule, wie sie damals hieß. Auf den Betrieb der Realschule hätte ein Umzug der Thaleischweilerer Schüler keine Auswirkungen. Sie nimmt zwar keine Schüler mehr auf, aber wer bereits an der Schule ist, darf dort auch noch seinen Abschluss machen. Das bedeutet laut Ulla Eder, dass die Schule noch vier Jahre besteht und die letzten Schüler das Gebäude im Sommer 2020 verlassen. Im laufenden Schuljahr besuchen laut Schulentwicklungsplan 86 Schüler die Realschule, davon 16 Zehntklässer, die die Schule zum Schuljahresende verlassen werden. Eine fünfte Klasse gibt es dort schon nicht mehr, was bedeutet, dass dort nächstes Schuljahr nur noch die Klassen 7 bis 10 unterrichtet werden.