Thaleischweiler-Fröschen Grundschule: Noch keine Lösung nach Wasserschaden am Pavillon

Durch Starkregen im Sommer wurde der Pavillon an der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen stark beschädigt. Die beiden Klassen,
Durch Starkregen im Sommer wurde der Pavillon an der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen stark beschädigt. Die beiden Klassen, die hier unterrichtet wurden, mussten nun ausziehen, da sich unter dem Boden weiter die Nässe staut. Es fehlt aber an Platz, die Notlösungen - hier die Leseecke, die zum Klassenzimmer umfunktioniert wurde - sind sehr beengt.

Der Starkregen im Sommer in Thaleischweiler-Fröschen, der zur Schließung der Spielscheune führte, traf auch die Grundschule Thaleischweiler-Fröschen. Mit heftigen Folgen.

Zwei Klassenräume, die provisorisch im Pavillon untergebracht waren, können nicht mehr genutzt werden. Dabei geht es ohnehin schon beengt zu, weshalb ab 2026 Millionen zur Schulerweiterung benötigt werden. Das Problem drängt, machten Schulleitung und Elternvertretung am Donnerstag bei der Dringlichkeitssitzung des Verbandsgemeinderates deutlich. „Jeder Tag zählt“, unterstrich die stellvertretende Schulleiterin Anja Bräuer. Die Schüler sind mangels Klassenräumen in der umfunktionierten Leseecke und im umfunktionierten Computerraum untergebracht – beengt, kein Zustand der lange tragbar ist.

Dass der Rat die abschließende Entscheidung, ob der Pavillon saniert wird oder ob es eine Container- oder eine Lösung in Holzständerbauweise geben wird, noch mal vertagte, stieß bei Schulleitung und Elternvertretung auf wenig Begeisterung. Bis zur regulären Ratssitzung am 14. Dezember sollen noch einige Punkte geklärt werden: Kam der Regen nur durch Dach und Fenster oder ist auch der Kanal marode? Filmaufnahmen sollen Aufschluss bringen. Mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier soll geklärt werden, ob der Pavillon wieder instandgesetzt werden darf, oder ob das negative Auswirkungen auf die Zuschüsse hat, die für die Schulerweiterung geflossen sind. Ein Baubiologe wurde bereits beauftragt. „Wir erwarten dieser Tage das Ergebnis“, sagte Mirko Schwarz von der Verbandsgemeindeverwaltung.

Bodenarbeiten sollen schon vergeben werden

Verbandsbürgermeister Patrick Sema (SPD) schlug vor, dass – sobald Ergebnisse vorliegen und eine Sanierung des Pavillons, die alle als Lösung bevorzugen würden, sich als machbar erweist – bereits die Arbeiten am Boden vergeben werden. Geschätzte Kosten: 8000 Euro. Das liegt im Bereich, in dem ohne Ratsbeschluss entschieden werden kann.

Der Pavillon sollte nach der Schulerweiterung 2019 ursprünglich nicht mehr genutzt, sogar abgerissen werden. Weil die Schülerzahlen stiegen und stiegen, und im Schnitt 210 Kinder an der Grundschule unterrichtet werden, reichte der Platz nicht. Im Pavillon wurden zwei Klassenräume eingerichtet, inklusive moderner Tafeln. Beim Starkregen drang Wasser in den Pavillon ein. Trotz Trocknungsgeräten blieb es feucht. Nachdem im November noch keine Besserung eingetreten war, wurde ein Teil des Bodens geöffnet. Es zeigte sich, dass darunter – damals üblich beim Bau – Mineralwolle liegt – die komplett durchnässt ist. Der Pavillon musste nun geräumt werden.

Container bringen Nachteile

Die Kinder brauchen Klassenräume. Mögliche Alternativen sind Container, die im erst 2020 fertiggestellten neuen Schulhof aufgestellt werden. Hier sei eine ein- und zweistöckige Lösung denkbar. Die Container können gemietet oder gekauft werden. Lieferzeit: mehrere Monate. Das ist nicht der einzige Nachteil. Die notwendigen Fundamente machen den Schulhof kaputt. Und die Container verdunkeln zudem die Räume in der Schule.

Eine Auslagerung der beiden Klassen an die Grundschule Maßweiler – wo aktuell schon der Sportunterricht für die Grundschüler aus Thaleischweiler-Fröschen stattfindet – sei aus pädagogischen Gründen nicht machbar. Geprüft wurde, ob die Mensa – eventuell in Verbindung mit einem Container – zu einem oder zu zwei Klassenräumen umgebaut werden kann. Die Kinder würden zum Essen wieder ins benachbarte Feuerwehrgebäude gehen. Aus Sicht der Schule, etwa wegen der Aufsicht, die zu gewährleisten wäre, sei dies nicht umsetzbar.

Alle hoffen auf Pavillon-Sanierung

Schließlich gibt es die Idee, zwei Klassenräume in einem Gebäude, das in Holzrahmenbauweise errichtet wird, unterzubringen. Quasi eine ökologische Containerlösung, die für die Verbandsgemeinde den Vorteil hätte, dass dieses Holzgebäude immer wieder ab- und an anderer Stelle neu aufgebaut werden kann. Die Kosten bewegen sich wie bei der großen Containerlösung jenseits von 300.000 Euro. In beiden Fällen wären Nachtragshaushalte sowie Kreditaufnahmen erforderlich. Das kostet Zeit. Aktuell wird geprüft, wo ein solches Gebäude auf dem Schulgelände gestellt werden kann.

Alle hoffen, dass sich der Pavillon sanieren lässt. Neben den Kosten für den Boden sind hier schon mal 30.000 Euro veranschlagt für neue Fenster sowie 40.000 Euro für ein neues Dach. Alles in allem geht man davon aus – sofern die noch zu prüfenden Faktoren nicht dagegensprechen – dass der Pavillon für maximal 120.000 Euro saniert werden könnte. Der Pavillon sei, sagte Bernd Schatzmann, schon so etwas wie ein Wahrzeichen, dass ihn und viele Schülergenerationen in Thaleischweiler-Fröschen durchs Schulleben begleitet habe.

Für die SPD-Fraktion, so verdeutlichte Pascal Schuck, ist die Sanierung des Pavillons die beste Lösung, weil am schnellsten umsetzbar und finanziell am geringsten belastend. Bei den Alternativen würden die Schüler die Pausenhofflächen verlieren und es ginge Licht im Schulhaus verloren. Zudem brauche es, bevor der Pavillon abgerissen würde, auch eine Lösung für die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage. Die marode benachbarte Turnhalle, die aus Sicherheitsgründen geschlossen ist, bietet diese nicht.

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