Horbach
Großprojekt Dorfgemeinschaftshaus läuft an
Mit der Gebäudesanierung und -modernisierung – was die Hülle und die Raumaufteilung anbelangt – ist bereits das Büro „Die Plankiste“ aus Waldfischbach-Burgalben beauftragt. Das Dorfgemeinschaftshaus, in dem sich unter anderem Ratssaal, Bürgermeisteramt, Sport- und Mehrzweckhalle sowie ein Gaststättenraum befinden, muss auch energetisch für die Zukunft fit gemacht werden. Der Rat wird mit dieser Aufgabe, die allerdings in enger Abstimmung mit der Sanierung der sonstigen Gebäudeteile steht, ein eigenes Fachbüro für die Gebäudetechnik beauftragen. Welche Leistungsspektren einzelne Büros abdecken, mit dieser Frage befasste sich am Mittwoch der Gemeinderat, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Ferienfreizeit nur mit 15 Kindern möglich
Im Sommer wird die Mehrzweckhalle mit dem angrenzenden Freigelände wieder Schauplatz einer Ferienfreizeit des Landkreises Südwestpfalz sein. Bedingt durch die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, ist die Teilnehmerzahl, die sich sonst bei 50 Kindern bewegt, auf 15 Kinder beschränkt, teilte Edith Scharwath mit, die sich jährlich ums leibliche Wohl der Ferienkinder kümmert.
Angrenzend an die Freifläche steht das ehemalige Feuerwehrgerätehaus, das der Freizeitclub Horbach nutzt. Dass der Club das Gebäude nutzen darf, war 1988 vereinbart worden. Diese Vereinbarung ist abgelaufen. Der Freizeitclub bat darum, dass auf der gleichen Basis eine weitere Nutzung genehmigt wird. Dafür sprach sich der Rat einhellig aus. Unter anderem kümmere sich der Club hervorragend um das Gebäude, hat jetzt zum Beispiel wieder einen früheren Lastenkran reaktiviert, bringe sich finanziell und mit Muskelkraft in der Gemeinde ein.
Eine bereits feststehende Entscheidung, verpackt in eine Pseudo-Mitbestimmung – so wertete der Rat die Mitteilung der Telekom, dass sie das öffentliche Telefon in der Hauptstraße abbauen wird. Um die Zustimmung des Rates, der diese mehrheitlich gab, wurde zwar gebeten, aber die Telekom hatte unmissverständlich anklingen lassen, dass sie die Anlage in jedem Fall abbauen wird.
Rund 52.000 Euro fordern die Verbandsgemeindewerke von der Gemeinde Horbach. Es sind Einmalbeiträge für vier Bauplätze, die noch nicht verkauft sind. Als diese 2003 erschlossen wurden, war der Ortsgemeinde zugestanden worden, dass sie die Einmalbeiträge erst zahlen muss, wenn sie die Grundstücke verkauft. Bereits 2010 war die Gemeinde informiert worden, dass die Beiträge aus rechtlichen Gründen und Gründen der Gleichbehandlung – alle anderen Kommunen zahlen – angefordert werden. Passiert ist dann nichts. Jetzt werden die Zahlungen fällig.
Dann war da noch…
…die Erkenntnis, dass Lehrer durch Homeschooling Entzugserscheinungen vom Unterrichten bekommen können. Horbachs Ortsbürgermeister Walfried Schäfer, im Hauptberuf Mathe- und Physiklehrer an der IGS in Thaleischweiler-Fröschen, sah bei der bedingt durch Corona auf Abstand ausgerichteten Sitzordnung des Rates in der Mehrzweckhalle, eine Analogie zu einer Abiturprüfung. Vor gut einem Jahr, erinnerte Schäfer, habe er den Ratsmitgliedern das neue Kommunalbrevier ausgehändigt, verbunden mit der Aufgabe, die ersten 100 Seiten auswendig zu lernen. „Jetzt sitzen wir schon wie in einer Abiturprüfung, das ist eine gute Gelegenheit, das mal mittels eines Tests zu überprüfen“, sagte Lehrer Schäfer zu seinen Rats-Schülern. Der Bürgermeister beruhigte aber gleich: „War nur Spaß“. Das würde mancher IGS-Schüler wohl manchmal auch gerne hören.