Waldfischbach-Burgalben Gewalt gegen Amtsträger „in nächster Nähe angekommen“

Gewalt gegen Amtsträger sei ein wachsendes Problem, glaubt der VG-Rat Waldfischbach-Burgalben.
Gewalt gegen Amtsträger sei ein wachsendes Problem, glaubt der VG-Rat Waldfischbach-Burgalben.

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates Waldfischbach-Burgalben haben den Angriff auf den Höhfröscher Ortsbürgermeister Gerhard Hoffmann klar verurteilt. Hoffmann war im April von Jugendlichen während der Ausübung seines Amts zusammengeschlagen worden. „Gewalt gegenüber verantwortlichen Personen, auch politisch tätigen Personen, ist ein wachsendes Problem. Beleidigungen und verbale Attacken nehmen zu. Diese Ereignisse passierten lange Zeit aber gefühlt weit weg von uns“, fasste Verbandsbürgermeister Lothar Weber die Entwicklungen zusammen. „Das Problem der körperlichen Gewalt gegen Amtsträger ist in nächster Nähe angekommen.“ In Hoffmanns Fall wurden inzwischen zwei junge Männer beschuldigt. Ein Dritter soll derweil das Auto des Bürgermeisters demoliert haben.

Der VG-Rat war sich einig, die Attacke gegen den Amtsträger, Kollegen und Menschen auf das Schärfste zu verurteilen und für eine Null-Toleranz-Politik bei Angriffen auf hauptamtlich und ehrenamtlich engagierte Personen in Kommunen, Vereinen und staatlichen Einrichtungen zu plädieren. Dabei verwies der Rat auf das bundesweite Projekt „Stark im Amt“, das Kommunalpolitiker bei Angriffen unterstützen soll. Demnach sei Kommunalpolitik die Basis der Demokratie, in der Hass und Gewalt keinen Platz hätten. Wer Menschen bedroht oder angreift, die sich für das Gemeinwesen einsetzen, greife auch die freiheitliche Gesellschaft an.

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