Hauenstein / Wilgartswiesen RHEINPFALZ Plus Artikel Geräte sorgen für saubere Luft in der Schule

Alle Säle der Grundschule Hauenstein sind mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Darüber freuen sich nicht nur Bürgermeister Pa
Alle Säle der Grundschule Hauenstein sind mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Darüber freuen sich nicht nur Bürgermeister Patrick Weißler und Schulleiterin Susanne Münch, sondern auch die Schüler.

Alle Säle der Grundschule Hauenstein sind mittlerweile mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Zehn Geräte hat die Verbandsgemeinde der Marienschule zur Verfügung gestellt, zwei weitere der Grundschule Wilgartswiesen.

„Das muss uns die Sicherheit unserer Grundschulkinder wert sein“, sagte Bürgermeister Patrick Weißler, und Schulleiterin Susanne Münch betonte, dass die Geräte neben der Beachtung der Hygieneregeln ein „effektives zusätzliches Mittel zum Schutz vor einer Infektion“ darstellen und allen am Schulleben Beteiligten helfe, „sich sicherer zu fühlen“.

Zehn Geräte des Fabrikats Remko LRM hat die Verbandsgemeinde als Schulträger der Marienschule zur Verfügung gestellt. Zwei weitere wurden an die Grundschule Wilgartswiesen gegeben, wo bereits seit Monaten zwei solcher Geräte in Räumen im Einsatz waren, bei denen ein Querlüften nicht möglich ist.

Vier Filter gegen Keime, Viren und Pollen

Die Geräte sind für eine Raumgröße bis zu 50 Quadratmetern ausgelegt. Ihre Anschaffung wurde maßgeblich unterstützt durch Christof Glaser, den Inhaber des einheimischen Heizungsbaubetriebs. Er besorgte die Geräte und gab sie zum Selbstkostenpreis von rund 300 Euro an die Verbandsgemeinde weiter. Glaser hatte weitere Geräte bereits für Kindergärten unter anderem in Hauenstein und Lug gespendet. Die Geräte verfügten, wie Glaser erläuterte, über vier verschiedene Filter. Ein Nylon-Vorfilter fange große Partikel auf, eine Filterschaummatte eliminiert Großstaub und Feinsand. Es folgt eine Kassette mit Aktivkohlegranulat, die Dämpfe und Gerüche aus der Raumluft absorbiert. Mit dem Rest der belasteten Luft wird schließlich der Hepa-Filter fertig, der laut Firmeninfo mit einer Abscheideeffizienz von 99,975 Prozent die übrig gebliebenen feineren Partikel, beispielsweise Keime und Viren, Feinstaub und Pollen aus der Luft entfernt.

Für das Gerät liegt eine Bestätigung des Umweltbundesamtes vor, dass es sowohl Coronaviren als auch die durch den Atem exhalierten Tröpfchen zurückhalten kann.

Nützlich nach Corona-Pandemie

Eine nach dem Ampelprinzip funktionierende Anzeige informiert über die Luftqualität und die aktuelle Partikelbelastung im Raum. Auch in der Zeit nach Corona, die „hoffentlich bald kommt“, so der Verbandsbürgermeister, könnten die Geräte weiter für gute Luft sorgen und beispielsweise für allergische Kinder die Pollenbelastung reduzieren. Die bisherigen Erfahrungen der Schule: „Die Geräte sind handlich, sehr bedienungsfreundlich und sehr leise“, berichtet die Schulleiterin.

Die Schule habe bisher – auch weil in der Marienschule ausreichend Räume zur Verfügung stehen – auf Wechselunterricht verzichten können. „Seit wieder Präsenzunterricht möglich ist, sind alle Kinder täglich in der Schule“, blickt Susanne Münch zurück. Die Gruppengröße wurde reduziert, aus zwei ersten Klassen wurden vier Lerngruppen gebildet. Eine Gruppe wird jetzt im Musiksaal unterrichtet, eine andere hat im Pfarrheim ein Domizil gefunden. So könnten die Abstandsregeln durchgängig erfüllt werden.

Unterricht für alle

Damit alle Gruppen unterrichtet werden können, wurden die Lehrerstunden aus dem Ganztagsbereich in den Schulvormittag übertragen. Für den Ganztagsbetrieb wurde lediglich eine Notgruppe eingerichtet: „Wer Betreuung braucht, wird trotzdem einen Platz bei uns finden“, sagt Susanne Münch. Auch für die Pausen wurden besondere Corona-Regelungen getroffen: Sie verbringen die Kinder in ihrer jeweiligen Klassenstufe auf drei verschiedenen Pausenhöfen. Auch der Vorplatz der Schule wurde dafür umfunktioniert.

Auch Spucktest möglich

Zweimal wöchentlich wird derzeit getestet. „Das geht problemlos über die Bühne“, berichtet Susanne Münch. Einzelne Eltern würden den Test für ihre Kinder verweigern. Die betroffenen Kinder müssten dann den Unterrichtsstoff per Homeschooling zuhause erarbeiten. Einzelne Eltern hätten auch Bedenken geäußert wegen der einzuführenden Stäbchen. Auch hier hat die Schule pragmatisch reagiert und entsprechende Spucktests besorgt. „Wir sind bemüht, bei allen Problemen einen individuellen Weg zu finden. Das ist uns bisher gelungen“, fasst die Schulleiterin zusammen: Bislang habe es auch keinen bestätigten positiven Test an der Schule gegeben.

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