Erlenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeindewald ist geschwächt

Sturm Sabine hat Anfang des Jahres einige Bäume zerstört.
Sturm Sabine hat Anfang des Jahres einige Bäume zerstört.

Der Gemeindewald leidet immer noch unter der Trockenheit der vergangenen Jahre. Das wirkt sich auch auf den Haushalt der Gemeinde aus.

Über eine schwierige Situation im Gemeindewald berichtete Revierleiterin Susanne Rolland dem Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Im auslaufenden Jahr habe man es vorwiegend mit Windwurfholz aus dem Sturm Sabine und mit Borkenkäferbefall zu tun gehabt. Beim Sturm sei das Problem gewesen, dass immer nur einzelne Bäume auf der Fläche tangiert waren.

Von dem 2020 geplanten Holzeinschlag von 500 Festmetern sei kein einziger Planeinschlag erfolgt. „Wir haben nur Windwurfholz aufgearbeitet, und zwar 450 Festmeter.“ Sie wies zudem auf die derzeit geringen Holzpreise hin. Im Plan sei in diesem Jahr ein Minus von 482 Euro vorgesehen gewesen. „Mittlerweile beträgt unser Minus 6500 Euro. Dabei haben wir überall gespart und möglichst wenige Ausgaben getätigt“, so Rolland. „Der Wald leidet immer noch unter drei Jahren Trockenheit. Am meisten ist die Fichte betroffen.“

Förderantrag für Wald gestellt

Sie stellte dann den Wirtschaftsplan 2021 vor, welcher unter den gleichen Vorzeichen steht. Vorgesehen ist lediglich die Holzernte von 500 Festmetern im Imsenböhl, die letztes Jahr nicht erfolgen konnte. Bei einem Aufwand von 28.560 Euro weist der Plan erneut ein Minus von 5600 Euro auf. Eine Aufstellung der letzten 24 Jahre zeigte aber auf, dass im Gemeindewald im Schnitt trotzdem jeweils 4800 Euro Gewinn gemacht wurden. Für die aktuell vom Bund angestoßene Förderung der Wälder habe sie bereits einen Förderantrag gestellt, informierte die Revierleiterin.

Den neuen Doppelhaushalt 2021 und 2022 erläuterte Ralf Ewald von der Finanzabteilung. Er berichtete zunächst, dass die tatsächlichen Zahlen des Ergebnishaushaltes 2019 auf Grund von Einsparungen und nicht durchgeführter Maßnahmen um 93.470 Euro verbessert werden konnten. Die Gewerbesteuer sei zudem wesentlich höher ausgefallen. Das Jahr 2020 verlaufe bisher plankonform, erneut seien höhere Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen, weshalb er mit einem positiven Ergebnis rechne.

Umbau der Bushaltestelle geplant

Die Investitionen im neuen Plan bleiben überschaubar. So ist für nächstes Jahr die Beschaffung eines neuen Kippanhängers für den Bauhof in Höhe von 5000 Euro geplant. Auf die nächsten beiden Jahre verteilt ist der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle in der Ortsmitte, welche mit 40.000 Euro eingestellt ist. Für die Beteiligung an der Erweiterung der Kita Busenberg sowie Anschaffungen für den Bauhof mussten nur kleinere Beträge eingestellt werden. Zusätzlich aufgenommen wurden 8000 Euro für die Sanierung der Kapelle in Lauterschwan und die Beschaffung von Sitzgruppen auf dem Dorfplatz.

Im Ergebnishaushalt 2021 sieht der Plan insgesamt Aufwendungen von 715.730 Euro bei einem Fehlbetrag von 98.230 Euro, für 2022 Aufwendungen von 534.740 Euro bei einem Fehlbetrag von 45.180 Euro vor. Weil das Steueraufkommen der Gemeinde über dem Landesdurchschnitt liegt, erhält sie keine Schlüsselzuweisungen mehr. Die Steuersätze bleiben unverändert.

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