Kreis Südwestpfalz Gemeinderat sucht Bomben und Namen

Die Pfalzwerke informieren in der heutigen Sitzung des Contwiger Gemeinderats (19.30 Uhr, Rathaus), wie sie im Ort den Energieverbrauch und den Ausstoß von Kohlendioxid untersuchen wollen – mit dem Ziel, beides zu verringern. Nach Angaben von Bürgermeister Karlheinz Bärmann könnten die Einwohner im Zuge dieses Projekts schnell an Zuschüsse kommen, etwa bei der Umrüstung einer Ölheizung.
Laut Bärmann führen die Pfalzwerke dieses Pilotprojekt in vier Gemeinden in ihrem Versorgungsgebiet durch – Contwig ist eine davon. Die Kosten, die für das Projekt anfallen, tragen laut Bärmann zu 65 Prozent die Kreditanstalt für Wiederaufbau, zu 20 Prozent der Bund und zu 15 Prozent die Pfalzwerke. „Der Gemeinde entstehen keine Kosten“, betont der Bürgermeister. Die Bürger könnten aber von den Energiespar-Ideen profitieren, die bei dem Projekt möglicherweise entstehen. Beispielsweise sei es denkbar, dass der Austausch einer Ölheizung oder eines defekten Wärmetauschers bevorzugt bezuschusst wird. Auch um den geplanten Aldi-Markt wird es in der heutigen Ratssitzung gehen. Allerdings stehen in dieser Sache nur Formalitäten auf der Tagesordnung. Im Zuge des Bauverfahrens muss der Rat heute mögliche Einwände gegen den Bau abwägen – ein üblicher Vorgang im Verfahren. Wie bereits mehrfach berichtet, werden in Contwig und Stambach in den kommenden Jahren etliche Straßen erneuert, darunter die Schulstraße in Stambach und der Dellenweg in Contwig. Bevor es dort mit den Arbeiten losgeht, muss erst der Untergrund nach möglichen Blindgängern abgesucht werden, also nach Bomben und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, die nicht explodiert sind. Diesen Auftrag soll heute Abend ebenfalls der Gemeinderat vergeben. Außerdem dürfen sich die Ratsmitglieder kreativ betätigen. Für Straßen in den Baugebieten „Bohnrech“ und „Mühlbach“ müssen Namen her. Die sollen heute in der Ratssitzung vorgeschlagen werden. Weiter muss sich der Gemeinderat mit der Schulstraße befassen, was allerdings eher formalen Charakter hat. In der Straße wurde der Kanal erneuert, und in der Folge musste eine neue Decke auf die Straße. An den Kosten muss sich die Gemeinde beteiligen, und dafür braucht es die Zustimmung des Rates. Wie Karlheinz Bärmann versichert, betrifft das nur die Gemeinde, den Bürgern entstünden keine Kosten. |mco