Contwig
Gemeinderat nimmt sich Raser in der Bergstraße vor
Die Bergstraße, stellt Brinette klar, ist eine Spielstraße. Grund: Unter anderem sind der Kindergarten und der Hort dort angesiedelt, sie liegen vis-à-vis zueinander. „Das ist manchmal schon eine brenzlige Sache“, ärgert sich Brinette über Autos, die dort zu schnell fahren. Vor allem seit der Baustelle in der Bahnhofstraße habe sich das Problem verschärft. Unfälle seien laut Brinette „Gott sei Dank bisher nicht passiert“. Um die Autos abzubremsen, ist geplant, dass zwei Bodenschwellen in die Straße eingebaut werden. Mit höherem Tempo darüber zu fahren, sei kaum möglich, ohne Schäden am Auto zu riskieren.
Außerdem geht es am Donnerstagabend um den von der Bundeswehr geplanten Schutzkreis um die Verteidigungsanlage in Oberauerbach. Der nördliche Teil Contwigs liegt laut Brinette ebenfalls in diesem Fünf-Kilometer-Bereich. Das heißt, dass auch die dortigen Anlieger von den möglichen Höhenbeschränkungen betroffen sein könnten. Die Bundeswehr plant, den Polygone-Schutzbereich um die Oberauerbacher Militäranlage zu vergrößern. Mit Hilfe dieser Anlage und weiteren in Bann und Pirmasens trainieren Militärpiloten aus Deutschland, Frankreich und den USA. Bislang sei die Schutzzone zwei Kilometer groß, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Martin Weber in der Verbandsgemeinderatssitzung vergangene Woche. Contwig ist von dem Plan ebenso betroffen wie die Dörfer Battweiler, Groß- und Kleinbundenbach sowie Käshofen.
Gespräch mit Militär suchen
Das Problem: Bauvorhaben in den Gemeinden, die in dem Fünf-Kilometer-Radius und in einer Höhe von über 373 Metern liegen, benötigen in dieser geplanten Schutzzone neben einer zivilen Baugenehmigung dann auch noch eine von der zuständigen Bundeswehr-Dienststelle. In den Dörfern sowie im VG-Rat sorgte das bereits für heftige Diskussionen und Unruhen. Und auch Nadine Brinette zeigt sich besorgt ob des Bundeswehrvorhabens. Dennoch: Die CDU-Bürgermeisterin spricht sich dafür aus, sich zwar der Stellungnahme gegen den Schutzkreis anzuschließen, dennoch aber mit der Bundeswehr das Gespräch zu suchen. Grund: Die Informationslage seitens der Bundeswehr sei recht dünn. „Wir erwarten, dass die mit ein paar mehr Informationen rausrücken“, so Brinette.
Photovoltaik am Offweilerhof
Beim Offweilerhof ist eine Photovoltaikanlage geplant. Nach Brinettes Worten ist ein privater Anlieger der Initiator. Die Gemeinde ist nur dadurch beteiligt, dass sie einen Bebauungsplan aufstellen muss. Brinette findet hektargroße Solarstromanlagen optisch zwar „grenzwertig“. Sie wiesen aber dennoch den Weg hin zur gewünschten Energiewende. „Hier ist die Anlage aber in einem Bereich, wo es optisch nicht allzu stören wird“, meint die Bürgermeisterin.