Kreis Südwestpfalz Gemeinderat drängt auf Ausbau der Winterbacher Ortsdurchfahrt

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Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Winterbach mit Erneuerung der Gehwege ist für den Ortsgemeinderat eine Dringlichkeitsmaßnahme. Das ergab die Beratung zum Grundsatzbeschluss in der Ratssitzung am Donnerstag. Der Rat will die Straßenerneuerung beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Kaiserslautern beantragen.

Ratsmitglieder, die selbst an der Ortsdurchfahrt wohnen, konnten die Ausführungen von Bürgermeister Willi Schwarz bestätigen, dass der LKW-Verkehr und die durchfahrenden Busse für enorme Erschütterungen bis in die angrenzenden Häuser sorgen (wir berichteten am Donnerstag). All dies gehe mit deutlich störendem Verkehrslärm einher, was sich durch den Ausbau verringern müsste. Der Straßenuntergrund habe keine ausreichende Tragfähigkeit. Das wüssten viele Anwohner noch durch die Verlegung der Kanalisation, als die Kanalgräben verschalt werden mussten, damit der Leitungsgraben nicht sofort wieder von Schlamm zugeschwemmt wurde. Außerdem musste ständig das Druckwasser aus dem Talgrund abgepumpt werden. Die Ortsdurchfahrt habe einen schwankenden unruhigen Untergrund, was beim Ausbau besondere Anforderungen stellen wird, glaubt der Bürgermeister. Der Beigeordnete Hans Schneble hatte eine Frage zur Kostenbeteiligung der Anwohner, was den Gehwegausbau betrifft. Noch müssten sich die Anlieger an den Kosten beteiligen, meinte Schwarz. Es gebe hier jedoch erste Überlegungen für eine Änderung auf Landesebene, da in Baden-Württemberg und Bayern Straßenbeiträge aus Steuermitteln finanziert werden. Hier müsse man abwarten, ob sich in Rheinland-Pfalz schon bald etwas ändern wird. Außerdem sollten die Pfalzwerke frühzeitig eingebunden werden, um die Möglichkeit der Erdverkabelung der Stromversorgung für die Wohngebäude und die Straßenbeleuchtung nicht zu verpassen. Dies gelte auch für die Rohrleitung, um Glasfaser für eine gute Internetversorgung zu verlegen. Alles, was geht, sollte im Gehweg verschwinden. Einstimmig beschlossen hat der Rat den Forstwirtschaftsplan 2019 mit einem zu erwartenden Gewinn von 2600 Euro. Die Einnahmen im Wald sollen aus dem Holzverkauf 9700 Euro betragen, wovon aber noch die Kosten abgezogen werden müssen. Winterbach sei eine Gemeinde mit geringer Waldfläche, sodass man froh sein könne, wenn der Wald immer noch einen kleinen Gewinn abwirft, so Schwarz. Der wäre jedoch schnell weg, wenn es Sturmschäden oder Einbußen durch den Borkenkäfer gibt. Die Toranlage für die neue Gerätehalle liefert die Firma Mekoba GmbH aus Zweibrücken für 4700 Euro. Das günstigste Angebot für die Fenster hat die Firma Häfner aus Zweibrücken für rund 3300 Euro abgegeben. Beide Aufträge wurden in Abstimmung mit den beiden Beigeordneten der Gemeinde vergeben, um die Lieferzeiten zu verkürzen. Der Rat stimmte nachträglich zu.

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